Ein dreister Einbruch beschäftigt die Feuerwehr und die Stadt Calau: Unbekannte sind am frühen Sonntagmorgen (13. September) in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in der Buckower Straße eingedrungen, haben wichtige Einsatztechnik gestohlen und die Fahrzeughalle verwüstet. Der Sachschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Suche nach den Tätern läuft auf Hochtouren – auch die Bevölkerung wird um Hinweise gebeten. Nach Angaben der Stadt schlugen die Täter gegen 6 Uhr eine Scheibe am Haupttor ein und gelangten so in die Fahrzeughalle. Dort durchsuchten sie gezielt die Einsatzfahrzeuge. Entwendet wurden eine akkubetriebene hydraulische Rettungsschere und ein akkubetriebener hydraulischer Spreizer – Geräte, die im Ernstfall Leben retten. „Beide Geräte sind im Feuerwehreinsatz unverzichtbar, denn in speziellen Einsatzlagen werden sie immer wieder gebraucht, beispielsweise um eingeklemmte Menschen zu retten“, heißt es aus dem Ordnungsamt der Stadt.
Löschpulver verteilt sich über die gesamte Halle
Besonders gravierend: Die Täter entleerten zusätzlich einen Pulverlöscher vollständig. Das Löschpulver verteilte sich über die gesamte Fahrzeughalle, drang in Fahrzeuge, Gerätschaften und technische Einrichtungen ein und kontaminierte auch Einsatzbekleidung. „Die Folgen sind erheblich“, schreibt die Feuerwehr Calau auf ihrer Facebookseite. „Löschpulver bleibt nicht einfach dort liegen, wo man es sieht. Es gelangt in kleinste Zwischenräume und kann Technik und Gerätschaften nachhaltig schädigen.“
Nachdem die Polizei die Spuren aufgenommen hatte, begann noch am Sonntagvormittag ein mehrstündiger Reinigungseinsatz – wegen der Gesundheitsgefahr durch das Pulver nur mit Vollschutz möglich. Insgesamt rückten 45 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Calau sowie mehrerer Ortswehren an, um zu helfen.

Unterstützung „ein ermutigendes Zeichen“
Bürgermeister Marco Babenz war bereits gegen 6.45 Uhr vor Ort. Er dankte den beteiligten Wehren und Unternehmen für die schnelle Unterstützung. „Auch in schweren Stunden stehen unsere Wehren zusammen“, erklärte er. „Trotz allem Ärger über die Situation an sich ein sehr ermutigendes Zeichen.“ Sein Dank galt auch mehreren örtlichen Firmen, die kurzfristig halfen. Wichtig für die Sicherheit der Bürger: Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr blieb trotz des Schadens durchgehend gewährleistet – umliegende Ortsfeuerwehren sprangen ein.
Zeugen gesucht: zwei Fahrzeuge ohne Kennzeichen
Für die Ermittlungen sind vor allem Beobachtungen rund um den Tatzeitpunkt wichtig. Nach bisherigen Erkenntnissen waren zwei Fahrzeuge am Tatort: ein weißer Transporter und ein schwarzer Mercedes-Kombi, an denen jeweils die Kennzeichen abmontiert waren. Die Täter kamen vermutlich aus Richtung Luckau und entfernten sich anschließend wahrscheinlich über die Lübbenauer Straße.
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Die Stadt Calau bittet um sachdienliche Hinweise – besonders von Menschen, die die beiden Fahrzeuge im Umfeld der Feuerwache gesehen, die Täter beim An- oder Abmontieren der Kennzeichen beobachtet haben oder andere Beobachtungen machen konnten. Hinweise nimmt die Polizei entgegen; sie können, auch anonym, zudem an die Stadtverwaltung unter [email protected] gerichtet werden.
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Red.




