In einer leerstehenden Fleischerei im historischen Stadtkern von Luckau stehen jetzt Brennofen, Ton und Drehscheiben. Die Niederlausitzer Musik- und Kunstschule hat dort eine Keramikwerkstatt eingerichtet – gefördert mit 75.000 Euro vom Land.
Ein Leerstand weniger im alten Stadtkern
Die Werkstatt ist der sichtbarste Teil eines größeren Ausbaus. Mit dem neuen Schuljahr hat die Schule ihren Kunstbereich deutlich erweitert. In den Räumen der früheren Fleischerei wird nun regelmäßig keramisch gearbeitet, in Kursen für Kinder und für Erwachsene.
Damit verbindet sich zweierlei: handwerklich-technische Ausbildung und die Belebung der Innenstadt. Ein Haus, das zuletzt leer stand, ist wieder in Gebrauch.
Druckwerkstatt am Hauptstandort dazu
Auch am Hauptstandort am Bahnhof hat sich etwas getan. Eine neue Druckwerkstatt und digitale Ausstattung kommen hinzu. Für Kitas und Schulen ergeben sich daraus neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Das Programm der Musik- und Kunstschule umfasst im Schuljahr 2026/2027 neue Kurse in bildender und angewandter Kunst sowie im Theater. Die Schule will den Kunstbereich dauerhaft ausbauen, nicht nur für ein Schuljahr.
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75.000 Euro aus dem Kulturministerium
Möglich wurde die Entwicklung durch eine Projektförderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Die Musik- und Kunstschule erhält daraus 75.000 Euro.
Vorgestellt wurden die neuen Räume bereits bei einem „Markt der Möglichkeiten“ zum Tag der offenen Tür. Wer die Angebote nutzen will, findet die Musik- und Kunstschule Am Bahnhof 5 in Luckau; die Keramikwerkstatt liegt im Stadtkern.
Mehr Kinder erreichen als bisher möglich
Das Ziel, das die Schule mit dem Ausbau verbindet, ist die Reichweite: Deutlich mehr Kinder und Jugendliche aller Altersstufen in Luckau und der Region sollen Zugang zu künstlerischen Bildungsangeboten bekommen. Bisher hing das oft davon ab, ob eine Familie die Fahrt in eine größere Stadt auf sich nimmt.
Der Zuschnitt der neuen Angebote zielt genau darauf: Keramik und Druck sind Techniken, die man nicht zu Hause lernt, weil Brennofen und Presse fehlen. Wer sie ausprobieren will, braucht eine Werkstatt in erreichbarer Nähe.
Leerstand als Chance für die Innenstadt
Bemerkenswert ist der Ort, den die Schule dafür gewählt hat. Statt einen Anbau am Hauptstandort zu planen, ist sie in ein leerstehendes Ladengeschäft im Stadtkern gezogen. Kulturelle Nutzung statt Leerstand – dieses Modell verfolgen inzwischen mehrere Kommunen in der Region, wenn Geschäfte in den Zentren aufgeben.
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Red. / Presseinformation
© Symbolfoto: Assenmacher / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0







