Das Tierheim Cottbus hat heute rund 50.000 Euro aus Lottomitteln des Landes Brandenburg für die medizinische Ausstattung der Einrichtung erhalten. Mit dem Geld sollen unter anderem ein abschließbarer Kühlschrank für temperaturempfindliche Medikamente, Impfstoffe und Proben sowie neue Technik für den Medikamenteneinsatz angeschafft werden. Die Unterstützung kommt in einer angespannten Situation: Wegen mehrerer Katzenkrankheiten sind die Quarantänebereiche derzeit vollständig belegt, auch eine zusätzlich eingerichtete Ausweichstation ist voll (wie berichtet). Weitere Katzen können deshalb aktuell nicht regulär aufgenommen werden, während Notfälle weiterhin gemeldet werden sollen. Nach Angaben des Tierschutzvereins Cottbus bleibt das Tierheim trotz der Förderung auf weitere Spenden angewiesen. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
50.000 Euro für medizinische Ausstattung
Mit den rund 50.000 Euro soll unter anderem ein abschließbarer Kühlschrank angeschafft werden, in dem temperaturempfindliche Medikamente, Impfstoffe und Proben sicher aufbewahrt werden können. Außerdem ist eine moderne PC-Ausstattung für den Medikamenteneinsatz vorgesehen. Den symbolischen Scheck überreichten Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt bei einem Besuch im Tierheim Cottbus. Beide informierten sich vor Ort über die Arbeit der Einrichtung und kamen mit Verantwortlichen und Mitarbeitenden ins Gespräch.
Gerade angesichts der derzeitigen Situation seien finanzielle Mittel für die medizinische Versorgung wichtig. „Wir haben ja gerade bei uns im Tierheim ein Aufnahmestopp, weil wir viel zu tun haben mit vor allem Katzenkrankheiten, aber auch so ist die medizinische Grundversorgung eigentlich wirklich ein großer Pool, wo immer viel Geld benötigt wird.“ so Johanna Krähe vom Tierschutzverein Cottbus e.V.
Tierheim weiter auf Spenden angewiesen
Die Fördersumme deckt nach Angaben des Vereins nur einen Teil der aktuellen Belastungen ab. „Es ist wirklich schwierig. Diese Spendensumme, die wir heute bekommen haben, ist natürlich wirklich großes großes Glück, aber es löst nur einen ganz ganz kleines Teil des Problems, das wir haben. Wir sind aktuell angewiesen auf Spenden“, sagte sie am NL-Mikro.
Neben Einzelspenden ist der Verein auch auf längerfristige Unterstützung angewiesen. Krähe erklärte: „Wir sind angewiesen darauf, dass Leute Patenschaften abschließen und auch immer wieder über finanzielle Unterstützung.“ Informationen zu Geldspenden stellt der Tierschutzverein auf seiner Internetseite unter www.tierheim-cottbus.de bereit. Darüber hinaus veröffentlicht das Tierheim regelmäßig konkrete Aufrufe für Sachspenden, die aktuell benötigt werden.
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Quarantänebereiche für Katzen vollständig belegt
Besonders angespannt ist derzeit die Situation bei den Katzen. Seit mehreren Wochen hat das Tierheim mit verschiedenen Erkrankungen zu kämpfen, darunter Parvovirose. Dadurch sind die vorhandenen Quarantänemöglichkeiten inzwischen ausgeschöpft. „Vor einigen Wochen haben wir viel zu tun gehabt mit Katzenkrankheiten und das hat zur Folge, dass unsere Quarantänestationen voll sind. Die sind so voll, dass wir eine Alternativquarantänestation aufbauen mussten“, erklärte Krähe. Inzwischen ist auch diese zusätzliche Quarantänestation vollständig belegt. „Die ist jetzt auch voll und das wiederum hat dazu geführt, dass wir jetzt keine Katzen mehr aufnehmen können.“ Notfälle sollen nach Angaben des Tierheims dennoch weiterhin gemeldet werden. „Also auf jeden Fall Notfälle immer melden, egal ob Katze, Hund oder Kleintier. Bei den Kleintieren und Hunden haben wir noch die Kapazität aufzunehmen, aber bitte vorher unbedingt bei uns anrufen.“
Einige Katzen mussten eingeschläfert werden
Die Erkrankungen hatten in den vergangenen Wochen auch schwere Folgen. Einige Katzen konnten nicht gerettet werden. „Wir mussten in den letzten Wochen leider einige Tiere erlösen, sind jetzt aber Gott sei Dank auf dem guten Weg der Besserung“, sagte Krähe. Für den Verein bleibt deshalb vor allem finanzielle Unterstützung wichtig. „Wenn man unterstützen kann, dann auf jeden Fall mit Geld, weil davon können wir uns medizinische Grundversorgung leisten und wir können Sachen besorgen, die wir brauchen.“ Mit den rund 50.000 Euro kann nun ein Teil der medizinischen Ausstattung des Tierheims verbessert werden.
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Red.




