Als das PtX Lab Lausitz 2021 in Cottbus an den Start ging, musste man meist erst einmal erklären, was Power-to-X überhaupt ist. Fünf Jahre später hat das Kompetenzzentrum an der Calauer Straße rund 100 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zur Jubiläumsfeier empfangen.
Aus dem Strukturstärkungsgesetz entstanden
Das Lab ist kein Zufallsprodukt der Cottbuser Forschungslandschaft, sondern eine politische Setzung: Gegründet wurde es auf Grundlage des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen, verankert im Investitionsgesetz Kohleregionen von 2020. Es war eine der ersten Maßnahmen, deren Umsetzung im Strukturwandel beschlossen wurde.
Betrieben wird es als Geschäftsbereich der gemeinnützigen Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Was im PtX Lab Cottbus gemacht wird
Power-to-X bezeichnet Verfahren, mit denen aus grünem Wasserstoff Kraft- und Grundstoffe hergestellt werden – Treibstoff für Flugzeuge und Schiffe etwa, oder Ausgangsstoffe für die chemische Industrie, die heute aus Erdöl und Erdgas kommen.
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Das Cottbuser Team arbeitet in vier Fachgebieten: PtX Grundstoffe, PtX Mobilität, PtX Policy und Markthochlauf sowie PtX Technologie. Es erstellt Analysen, Szenarien und Technologiebewertungen und übersetzt sie in Handlungsempfehlungen für die Politik.

Der nächste Schritt steht in der Lausitz
Konkret wird es mit einer geplanten Power-to-Liquid-Demonstrationsanlage in der Lausitz. Damit rückt die industrielle Erprobung in den Blick – der Weg von der Pilotierung zur breiteren Anwendung.
„Musste man vor einigen Jahren noch erklären, was Power-to-X überhaupt ist, ist die Technologie heute Bestandteil industrieller Strategien und politischer Maßgaben“, sagte Harry Lehmann, Leiter des PtX Lab Lausitz, zum Jubiläum.
Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Ministerialdirigent im Bundeswirtschaftsministerium, sprach als Auftraggeber: „Klimaneutralität ist ohne erneuerbare Moleküle nicht zu erreichen. Die Transformationsaufgabe ist riesig, und deshalb war es eine exzellente Idee, in Cottbus ein Kompetenzzentrum für PtX-Anwendungen aufzubauen.“ Es gebe noch sehr viel zu tun, das Lab werde weiterhin dringend gebraucht.
„Nicht nur Ort des Strukturwandels“
Klaus Freytag, Beauftragter des Ministerpräsidenten für die Lausitz, hob die regionale Seite hervor: „Transformation braucht nicht nur Investitionen und Infrastruktur, sondern auch Wissen und Kompetenz.“ Die Lausitz sei „nicht nur Ort des Strukturwandels – sie ist ein Ort der Zukunftstechnologien, der Wissenschaft und der klimaneutralen Industrie“.
Zum Jubiläum hat das Lab eine Bilanzpublikation mit dem Titel „Wo Wandel Zukunft wird“ veröffentlicht, dazu ein aktualisiertes Factsheet und ein Imagevideo.
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Red. / Presseinformation
Fotos: PtX Lab Lausitz | Jens Jeske





