Ein außergewöhnlicher Fund beschäftigt die Kriminalpolizei in Dahme-Spreewald: Am Funkerberg in Königs Wusterhausen haben Polizeibeamte Anfang September einen skelettierten menschlichen Schädel entdeckt. Er lag mehrere Meter abseits der Straße. Die Ermittler sicherten die Spuren und leiteten eine rechtsmedizinische Untersuchung ein – deren Ergebnisse werfen zahlreiche Fragen auf. Hinweise auf ein Tötungsdelikt gibt es nach bisherigem Stand nicht. Nach Auswertung der Spuren gehen die Ermittler davon aus, dass der Schädel erst innerhalb der Woche vor dem Fund am Fundort abgelegt wurde. Weitere Skelettteile wurden nicht entdeckt. Die rechtsmedizinische Begutachtung ergab, dass es sich um einen Mann im hohen Alter handelt – geschätzt etwa 90 Jahre. Der Tod liegt allerdings weit zurück: Der Todeszeitpunkt wurde auf einen Zeitraum von rund 20 bis 30 Jahren geschätzt.
Auffällig: nie bestattet, keine Gewaltspuren
Besonders bemerkenswert ist ein weiteres Detail der Untersuchung: Der Schädel war offenbar nie bestattet worden, weil typische, sonst nachweisbare Spuren am Knochen fehlten. Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung fanden die Rechtsmediziner nicht. Auch ein Abgleich mit älteren Vermisstenfällen und den Fahndungsdateien vermisster Personen brachte kein Ergebnis.
Diese Fragen stellt die Polizei
Um die Herkunft des Schädels zu klären, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Die Ermittler fragen: Wer kann Hinweise zu dem Fund am Funkerberg geben? Wem wurde in der Vergangenheit ein menschlicher Schädel angeboten – wie er sonst nur als Imitat oder Kopie in bestimmten Szenen verwendet wird? Und wer kann Angaben zu männlichen Personen machen, die vor 20 bis 30 Jahren verschwunden sind?
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen unter der Rufnummer 03375 2700 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen. Auch das Bürgerportal der Brandenburger Polizei im Internet steht dafür zur Verfügung.
Weitere Polizeimeldungen aus Dahme-Spreewald:
Königs Wusterhausen: Die Polizei wurde Dienstagmittag zu einem Verkehrsunfall auf den Kirchplatz gerufen, wo ein Wohnmobil mit einem MERCEDES-SUV kollidiert war. Personen kamen dabei nicht zu Schaden und trotz eines fünfstelligen Sachschadens blieben beide Fahrzeuge betriebsbereit.
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Wildau: Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei wurden am Dienstag gegen 13:30 Uhr zu einem Verkehrsunfall gerufen, der sich an der Ecke der Miersdorfer Straße zum Blumenkorso ereignet hatte. Aus bislang noch nicht geklärter Ursache war ein KAWASAKI-Motorrad von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die 19-jährige Fahrerin trug dabei schwere Verletzungen davon, die eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus erforderten. Mit einem vierstelligen Sachschaden war das Motorrad nicht mehr fahrbereit.
Spreewaldheide: Kurz nach 13:30 Uhr wurde die Polizei am Dienstag zu einem Verkehrsunfall auf die Landstraße 44 zwischen Butzen und Mochow gerufen. Ein Reisebus war mit einem TOYOTA-SUV aneinandergeraten, was mit Sachschäden von etwa 2.000 Euro endete. Verletzt wurde dabei niemand und beide Fahrzeuge blieben betriebsbereit.
Teupitz: An der Ecke der Bahnhofstraße zum Löptener Weg war es am Dienstag zu einem Verkehrsunfall gekommen, wie der Polizei kurz nach 16:00 Uhr gemeldet worden war. Ein PKW VW war aus der Fahrspur geraten und gegen einen Baum gestoßen. Der 85-jährige Fahrer erlitt dabei Verletzungen, die eine medizinische Versorgung im Krankenhaus erforderten. Mit einem Sachschaden von mehreren tausend Euro war der „Golf“ anschließend nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Waltersdorf, Zeesen: Die Missachtung der Vorfahrt beim Verlassen eines Discounter-Parkplatzes in der Grünauer Straße von Waltersdorf war am Dienstag kurz vor 16:30 Uhr die Ursache eines Verkehrsunfalls. Ein PKW MERCEDES war mit einem Fahrradfahrer zusammengestoßen. Der 71-jährige Radler stürzte und zog sich Verletzungen zu, die im Krankenhaus medizinisch zu versorgen waren.
Das gleiche Bild bot sich Polizeibeamten eine halbe Stunde später in der Karl-Liebknecht-Straße in Zeesen. Auch hier war es die Missachtung der Vorfahrt beim Ausfahren von einem Discounter-Parkplatz die Ursache einer Kollision zwischen einem PKW FORD und einer Radfahrerin. In diesem Fall blieben die Verletzungen der 28-Jährigen im leichten Bereich, sodass sie bei Bedarf einen Hausarzt aufsuchen wird. Einer ersten Schätzung zufolge wurden die verursachten Sachschäden in beiden Fällen mit jeweils rund 3.000 Euro protokolliert.
Schönefeld: Der Polizei wurde am Mittwochmorgen ein Diebstahl angezeigt, der auf einem Parkplatz in der Mittelstraße verübt worden war. Bei einem PKW MERCEDES hatten Kriminelle alle vier Kompletträder gestohlen und so einen Sachschaden von mehreren tausend Euro verursacht. Nach einer ersten Spurensicherung hat inzwischen die Kriminalpolizei weiterführende Ermittlungen übernommen.
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