Nach rund drei Jahren Bauzeit ist das Spreewald Stadion in Lübbenau modernisiert und am Dienstag (1. September) symbolisch an die Vereine übergeben worden. In der Bauzeit wurde die alte Tribüne abgerissen, ein neues Sozialgebäude errichtet und die Außenanlagen umfassend saniert. Damit stehen den Lübbenauer Sportlerinnen und Sportlern nun moderne Bedingungen für Training und Wettkampf zur Verfügung. Herzstück der Modernisierung ist das neue Sozialgebäude. Es bietet moderne Umkleide- und Sanitärräume, barrierefreie Zugänge sowie weitere Funktions- und Vereinsräume. Im Außenbereich ergänzen eine neue Tartanbahn und verschiedene Leichtathletikanlagen das Angebot. Genutzt wird das Stadion heute vor allem von der TSG Lübbenau 63 und dem SSV Lübbenau.
Knapp neun Millionen Euro investiert
In die Modernisierung floss eine erhebliche Summe: Knapp sieben Millionen Euro kostete allein der Neubau des Sozialgebäudes, gefördert mit rund 2,915 Millionen Euro (45 Prozent) aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Weitere rund 2,2 Millionen Euro flossen in die Sanierung der Außenanlagen – hier steuerte das Bund-Länder-Programm „Investitionspakt Sportstätten“ 90 Prozent bei. Mehr als 20 Fachfirmen waren an der Umsetzung beteiligt.
„Die Investition zeigt, welchen Stellenwert der Vereinssport für unsere Stadt hat“, sagt Bürgermeister Helmut Wenzel. „Wir schaffen damit Bedingungen, von denen unsere Sportlerinnen und Sportler viele Jahre profitieren werden.“ Mit der Modernisierung stärke die Stadt nachhaltig den Vereins-, Schul- und Breitensport.

Vom Sturmschaden zur Wiedereröffnung
Die Wiedereröffnung beendet eine lange Übergangsphase. Das Stadion, in den 1970er-Jahren als „Stadion der Berg- und Energiearbeiter“ errichtet, ist seit jeher ein zentraler Anlaufpunkt für den organisierten Sport in Lübbenau. Am 1. Juli 2020 hatte ein Sturm das Dach der damaligen Baracke jedoch so schwer beschädigt, dass ein wirtschaftlicher Erhalt nicht mehr möglich war und das Gebäude abgerissen werden musste. Seither hatte eine Containeranlage als Interimslösung gedient.
Pläne für eine Neugestaltung des Areals gab es schon länger – bereits 2013 hatte die Stadt einen Architektenwettbewerb ausgelobt, dessen Umsetzung damals aber an der Finanzierung scheiterte. Mit der nun abgeschlossenen Modernisierung ist die Entwicklung des Sportstandorts endlich gelungen. Einen ersten Eindruck von den neuen Anlagen konnten Sportler und Bürger bereits beim Deutschen Sportabzeichentag gewinnen.
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