Am Donnerstag, 10. September, wird es in ganz Deutschland laut: Beim bundesweiten Warntag laufen gegen 11 Uhr Probewarnungen über alle Kanäle. In Oberspreewald-Lausitz bleibt es diesmal nicht beim Heulton – dort sprechen die Sirenen erstmals.
Update, 9. September, 10:30 Uhr: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz nutzt am Warntag zum ersten Mal die Sprachfunktion seiner Sirenen – als erster Landkreis Brandenburgs flächendeckend. Um 11 Uhr ertönt zunächst der bekannte Warnton, direkt danach folgt die Ansage: „Achtung, das ist eine Warnmeldung, informieren Sie sich in den Medien wie z. B. Radio oder Warn-Apps.“ Sie wird auch auf Englisch abgespielt. Um 11.45 Uhr kommt die Entwarnung, ebenfalls mit Durchsage: „Achtung, Entwarnung, Entwarnung, Entwarnung. Die gemeldete Gefahr besteht nicht mehr.“
Ab Oktober jeden ersten Mittwoch: Nach dem Warntag werden die Sprachdurchsagen fester Bestandteil der monatlichen Sirenenprobe. Erstmals am Mittwoch, 7. Oktober, und danach an jedem ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr werden die Sirenen kreisweit ausgelöst, dann mit dem Text: „Achtung, das ist ein Probealarm.“
153 Sirenen, 1,4 Millionen Euro: Grundlage ist die Modernisierung der gesamten Sireneninfrastruktur. Die alten mechanischen Tellersirenen sind vollständig ersetzt, in allen Städten, Ämtern und Gemeinden stehen inzwischen 153 elektronische Anlagen. Rund 1,4 Millionen Euro hat das gekostet, etwa drei Viertel davon trug der Landkreis selbst. Die Sprachdateien wurden unter Federführung des Innenministeriums entwickelt und den Landkreisen Ende 2025 kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Hörbeispiele und Antworten auf häufige Fragen hat der Landkreis unter osl-online.de/sirenen zusammengestellt.
Originalmeldung vom 1. September:
Am Donnerstag, 10. September, wird es in ganz Deutschland laut: Beim bundesweiten Warntag laufen gegen 11 Uhr Probewarnungen über alle Kanäle. Auch in Südbrandenburg heulen dann die Sirenen.
Probewarnung um 11 Uhr, Entwarnung um 11.45 Uhr
Bund, Länder und Kommunen testen an diesem Tag gemeinsam das Zusammenspiel ihrer Warnsysteme. Gegen 11 Uhr wird eine Probewarnung verschickt, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Darauf weist die Stadt Forst (Lausitz) hin.
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Warum es den Warntag gibt
Der Warntag verfolgt nach Angaben der Stadt Forst mehrere Ziele. Geprüft wird zum einen die Technik: Funktionieren die Systeme, und hält das Netz der Belastung stand, wenn Millionen Meldungen gleichzeitig verschickt werden?
Zum anderen geht es um die Menschen. Wer einmal gehört hat, wie eine Warnung klingt und aussieht, reagiert im Ernstfall schneller. Genau deshalb wird der Probealarm angekündigt und nicht heimlich ausgelöst.
Über diese Kanäle kommt die Warnung
Gewarnt wird über mehrere Wege gleichzeitig. Dazu zählen Radio und Fernsehen, soziale Netzwerke, Warn-Apps auf dem Smartphone und Cell Broadcast. Bei Cell Broadcast erreicht die Meldung jedes eingeschaltete Mobiltelefon in der betroffenen Funkzelle, ganz ohne installierte App.
Dazu kommen die Sirenen vor Ort, für die die Kommunen zuständig sind. Wie unterschiedlich weit der Ausbau ist, zeigt der Blick in die Region: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz rüstet seine Anlagen derzeit so um, dass sie künftig auch gesprochene Durchsagen abspielen können –>> Sirenen in OSL sprechen künftig mit den Menschen
Alle Informationen beim Bundesamt
Weitere Angaben zum Ablauf hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zusammengestellt –>> Zur Seite des BBK
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Red. / Presseinformation















