Der erste Christopher Street Day (CSD) in Königs Wusterhausen ist am Samstag friedlich verlaufen. Nach Angaben der Polizei zogen rund 700 Teilnehmende unter dem Motto „Liebe statt Hass“ durch die Stadt. Zur Eröffnung sprach Brandenburgs Innenminister Jan Redmann ein Grußwort. Auch eine Gegendemonstration verlief konfliktfrei.
CSD in Königs Wusterhausen – rund 700 Menschen setzen ein Zeichen
Zum ersten Christopher Street Day in der Stadt hatte die Bürgerinitiative „Demokratie Dahme-Spree“ aufgerufen, getragen von einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen und Parteien der Region. Vom Bahnhof aus zog der Aufzug mit zwei Zwischenkundgebungen durch Königs Wusterhausen. Die Polizei sprach von geschätzt 700 Teilnehmenden.
Zur Eröffnung sprach der Innenminister des Landes Brandenburg, Jan Redmann, ein Grußwort und begleitete anschließend den Aufzug. Die Polizei gewährleistete nach eigenen Angaben eine störungsfreie Versammlung; der Fahrzeugverkehr war zwischenzeitlich beeinträchtigt.
Gegendemonstration bleibt friedlich
Parallel begleitete die Polizei eine weitere Demonstration mit etwa 40 Teilnehmenden durch die Stadt. Beide Veranstaltungen verliefen nach Polizeiangaben konfliktfrei – das Einsatzkonzept der Polizei ging auf.
Im Vorfeld hatte es Widerstand gegeben: Nach Berichten der Nachrichtenagentur dpa (via Tagesspiegel) rief die rechtsextreme Jugendgruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ in sozialen Medien zum Protest gegen den CSD auf. Der Verfassungsschutz zählt sie zu mehreren aktionsorientierten, rechtsextremistischen Jugendgruppen, die in sozialen Medien entstanden sind. In der Nacht vor dem CSD entdeckte die Polizei laut den Berichten zudem rund 80 Plakate mit fremdenfeindlichem und volksverhetzendem Inhalt, die nach Polizeiangaben von einer Kleinpartei aus dem rechtsextremen Spektrum stammen sollen. Am Veranstaltungstag selbst blieb es dann ruhig.
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Red. / Presseinformation



