Brandenburgs Äcker verändern ihr Gesicht. Auf so viel Fläche wie noch nie stehen in diesem Jahr Sonnenblumen, während der Roggen auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erfassung fällt. Das zeigen die vorläufigen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg.
Sonnenblumen auf Rekordfläche
Rund 32.000 Hektar Sonnenblumen wachsen 2026 in Brandenburg. Das sind etwa 10.700 Hektar mehr als im Vorjahr und die größte Fläche, die je erfasst wurde. Die Pflanze kommt mit Trockenheit vergleichsweise gut zurecht, was sie auf den märkischen Sandböden interessant macht.
Roggen so wenig wie nie
Umgekehrt verliert die klassische Brandenburger Kultur weiter an Boden. Die Roggenfläche schrumpfte um mehr als sieben Prozent auf 120.800 Hektar. Das ist die kleinste Anbaufläche, die in Brandenburg jemals gemessen wurde. Winterweizen dagegen legte zu und steht mit 164.500 Hektar so weit oben wie zuletzt 2019.
Mais bleibt die Nummer eins
Insgesamt bewirtschaften die Betriebe im Land rund 980.000 Hektar Ackerfläche. Getreide einschließlich Körnermais nimmt davon erneut fast die Hälfte ein. Die wichtigste Einzelkultur bleibt der Mais mit etwa 182.600 Hektar, auch wenn seine Fläche um vier Prozent zurückging.
Soja verfünffacht sich
Auffällig ist der Aufstieg der Sojabohne. Wuchs sie 2016 noch auf 670 Hektar, sind es 2026 mehr als 3.200 Hektar. Auch die Luzerne, ein Futterbau mit tiefen Wurzeln, legte um knapp zehn Prozent auf 38.600 Hektar zu. Beide Entwicklungen passen zu einer Landwirtschaft, die sich auf trockenere Sommer einstellt.
Zahlen kommen erstmals ohne Fragebogen
Neu ist auch der Weg zu den Daten. Das Amt für Statistik hat die vorläufigen Ergebnisse zum ersten Mal ausschließlich aus Verwaltungsdaten gewonnen. Die Betriebe mussten dafür keine Fragebögen mehr ausfüllen.
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Red. / Presseinformation






