Die Schweinehaltung in Brandenburg befindet sich im rasanten Sinkflug. Zum Stichtag 3. Mai 2026 wurden im Land nur noch 529.000 Schweine gehalten – rund 56.000 Tiere oder 9,5 Prozent weniger als ein halbes Jahr zuvor. Auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe schrumpfte weiter, von 120 auf 105. Das teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.
Schlachtungen so niedrig wie nie seit 1991
Noch deutlicher zeigt sich der Wandel bei den Schlachtungen: 2025 wurden in Brandenburg mit 799.000 gewerblichen Schweineschlachtungen so wenige gezählt wie noch nie seit 1991 – ein Rückgang um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: In den vergangenen 25 Jahren lag die Zahl stets über einer Million, teils bei über 1,8 Millionen Tieren. Der Einbruch spiegelt einen bundesweiten Trend wider, hat aber auch in der Lausitz mit ihren Agrarbetrieben Folgen.
Ursachen und Folgen für die Region
Hinter dem Rückgang stehen mehrere Entwicklungen: gestiegene Kosten, verschärfte Auflagen bei Tierwohl und Haltung, der Nachwirkungen der Afrikanischen Schweinepest sowie ein verändertes Verbraucherverhalten mit sinkendem Fleischkonsum. Für die verbliebenen Betriebe bedeutet das einen anhaltenden Strukturdruck – wer investiert, muss auf immer größere Einheiten setzen, während kleinere Höfe aufgeben. Die regionale Fleischerzeugung, einst fester Bestandteil der Lausitzer Landwirtschaft, verliert damit weiter an Gewicht.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
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Symbolfoto: Archiv
Red.



