In Gallun ist die Amerikanische Faulbrut in einem Bienenvolk nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilte, hat das Kreisveterinäramt rund um den betroffenen Standort einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet. Alle Bienenvölker innerhalb dieses Bereichs sollen nun amtlich untersucht werden.
Amerikanische Faulbrut in Gallun nachgewiesen
Im Mittenwalder Ortsteil Gallun ist am 13. Juli der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt worden. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat daraufhin Maßnahmen angeordnet, die eine weitere Ausbreitung der Tierseuche verhindern sollen.
Für das betroffene Bienenvolk wurde laut Landkreis die Tötung angeordnet. Zudem richtete das Kreisveterinäramt rund um den Standort des betroffenen Bestandes einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer ein. „Innerhalb des Sperrbezirks werden nun alle befindlichen Völker durch amtliche Tierärzte beprobt“, erklärte Stefan Wichary, Beigeordneter und Dezernent des Landkreises Dahme-Spreewald.

Sperrbezirk in Gallun gilt mindestens zwei Monate
Die Sperre soll nach Angaben des Landkreises mindestens zwei Monate und damit bis Mitte September bestehen bleiben. Eine Aufhebung sei erst möglich, wenn erneute Untersuchungen keine weiteren Erreger der Amerikanischen Faulbrut nachweisen.
Imker sollen ihre Bienenvölker nicht in den eingerichteten Sperrbereich bringen. Außerdem fordert das Veterinäramt sie dazu auf, regelmäßige Kontrollen der Brut durchzuführen und Auffälligkeiten an den Bienenvölkern umgehend zu melden.
Werden entsprechende Anzeichen festgestellt, sollen Imker zunächst keine Veränderungen am Bienenstand vornehmen. Dazu zählen laut Landkreis insbesondere das Entfernen von Bienenvölkern, Waben, Wabenteilen, Honig zur Verfütterung an Bienen oder bereits benutzten Gerätschaften.
Die Veterinärbehörde rät außerdem dazu, Bienenvölker oder Ableger nur dann zu kaufen oder zu verkaufen, wenn zuvor eine Laboruntersuchung erfolgt ist und ein amtliches Gesundheitsattest vorliegt.
Bienenkrankheit ist für Menschen ungefährlich
Die Amerikanische Faulbrut gilt für Menschen als ungefährlich. Auch Honig und andere Bienenprodukte können demnach weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.
Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich die Larven und damit die Brut eines Bienenvolkes befällt. Erwachsene Bienen erkranken laut Landkreis nicht, können die Erreger jedoch über ihr Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter weitertragen.
Ausgelöst wird die Krankheit durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae. Die Sporen verteilen sich durch Körperkontakt und den Futteraustausch innerhalb eines Bienenvolkes. Außerdem kann die sogenannte Räuberei, bei der Bienen fremde Völker aufsuchen, die Verbreitung zwischen verschiedenen Bienenständen unterstützen.
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Red. / Presseinformation




