Der neue Bahnhofstunnel in Lübben ist am heuitgen Mittwochnachmittag offiziell eröffnet worden. Der Bahnhof erhält damit erstmals einen barrierefreien Zugang von der Westseite. Die neue Personenunterführung soll Pendlerinnen und Pendlern kürzere Wege ermöglichen und Bahn, Bus, Auto sowie Fahrrad besser miteinander verbinden.
Bahnhofstunnel schafft neue Verbindung
Nach rund einem halben Jahr Bauzeit ist die neue westliche Personenunterführung am Bahnhof Lübben offiziell freigegeben worden. Bürgermeister Jens Richter eröffnete den Tunnel laut Stadt gemeinsam mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, sowie Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Region Nordost.
Mit der Inbetriebnahme erhält der Bahnhof erstmals einen vollwertigen barrierefreien Zugang von der Westseite. Damit entwickelt sich der Standort nach Einschätzung der Stadt zu einem beidseitig nutzbaren Mobilitätsknotenpunkt. Bislang war die Westseite des Bahnhofs lediglich über einen rund 350 Meter entfernten Bahnübergang erreichbar.
Durch die Verlängerung der bestehenden Personenunterführung können künftig beide Bahnsteige barrierefrei von der Parkstraße beziehungsweise der Majoransheide aus erreicht werden. Davon sollen laut Stadt besonders Pendlerinnen und Pendler aus Richtung Bundesstraße 115 sowie die westlich gelegenen Wohn- und Gewerbegebiete profitieren.

Barrierefreier Zugang soll Pendler entlasten
Die neue Verbindung ermöglicht außerdem die vollständige Nutzung der bereits im Jahr 2022 geschaffenen Park-and-Ride-Anlage auf der Westseite. Die Stadt erwartet dadurch eine spürbare Entlastung der Parkplatzsituation auf der Ostseite. Zugleich soll die Verknüpfung der Verkehrsträger Bahn, Bus, Auto und Fahrrad verbessert werden.
„Mit der neuen Personenunterführung schließen wir eine entscheidende Lücke in der Erreichbarkeit unseres Bahnhofs. Pendlerinnen und Pendler, Reisende sowie Bürgerinnen und Bürger profitieren künftig von deutlich kürzeren Wegen und einer modernen, barrierefreien Infrastruktur. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass sich die bereits entstandenen Park-and-Ride-Flächen auf der Westseite endlich vollständig entfalten können“, sagt Bürgermeister Jens Richter laut Presseinformation der Stadt.
Die Verlängerung der Personenunterführung gehört zum Bahnhofsmodernisierungsprogramm des Landes Brandenburg. Umgesetzt wurde das Projekt von der DB InfraGO AG. Den überwiegenden Teil der Finanzierung trägt nach Angaben der Stadt das Land Brandenburg mit rund 4,48 Millionen Euro. Das entspricht etwa 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten und Baunebenkosten sowie einem Anteil an den Planungskosten. Die Stadt Lübben beteiligt sich mit 568.000 Euro.
Neue Fahrradstellplätze und Vorplatz im Westen
Zeitgleich mit der Fertigstellung der Unterführung errichtete die Stadt das neue Zugangsbauwerk auf der Westseite. Dazu gehören eine überdachte Bike-and-Ride-Anlage, zusätzliche Fahrradstellplätze, ein neu gestalteter Vorplatz mit Sitz- und Wartebereichen sowie moderne Beleuchtung und Begrünung.
Für dieses Vorhaben mit einem Umfang von rund 800.000 Euro stellte das Land Brandenburg laut Stadt Fördermittel in Höhe von 720.000 Euro aus der ÖPNV-Förderrichtlinie bereit. Zusammen sollen beide Projekte einen wichtigen Baustein für die nachhaltige Mobilitätsentwicklung in Lübben bilden.
Die Stadt hatte das Projekt über mehrere Jahre vorbereitet. Bereits im Mai 2021 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Bürgermeister mit dem Abschluss der Planungsvereinbarung zur Verlängerung der Personenunterführung. Im April 2024 folgte der Beschluss zum Realisierungs- und Finanzierungsvertrag. Der Baubeginn erfolgte im Frühjahr 2025.
Besondere Aufmerksamkeit hatte das Bahnhofsumfeld bereits vor einigen Jahren erhalten, als das Team von „Mario Barth deckt auf!“ über den bereits fertiggestellten Parkplatz auf der Westseite berichtete, der wegen des damals fehlenden Tunnels nur eingeschränkt nutzbar war. Mit der Eröffnung des neuen Zugangs sieht die Stadt das Gesamtprojekt nun vollständig umgesetzt.
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Red. / Presseinformation




