In Cottbus ist eine 95-jährige Frau nach Angaben der Polizei Opfer eines Betrugs geworden. Unbekannte gaben sich in der Spremberger Vorstadt als angebliche Fensterputzer im Auftrag der Gebäudewirtschaft aus. Später bemerkte die Seniorin, dass Bankkarten und Sparbücher fehlten. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehr als 10.000 Euro.
Betrug in Cottbus: Unbekannte an der Wohnungstür
Die Polizei wurde am Dienstag gegen 13:30 Uhr in die Spremberger Vorstadt gerufen. Dort hatte eine 95-jährige Bewohnerin offenbar Besuch von bislang unbekannten Personen bekommen. Nach Angaben der Polizei klingelten die Unbekannten bei der Frau und erklärten, sie würden im Auftrag der Gebäudewirtschaft zum Fensterputzen kommen.
Die Seniorin ließ die Personen in ihre Wohnung. Nachdem die Unbekannten die Wohnung wieder verlassen hatten, stellte sie fest, dass Bankkarten und Sparbücher fehlten. Die Schadenssumme schätzt die Polizei auf mehr als 10.000 Euro. Kriminaltechniker sicherten anschließend am Tatort Spuren.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Betrugs. Weitere Angaben zu den tatverdächtigen Personen lagen zunächst nicht vor. Der Fall zeigt nach Einschätzung der Polizei erneut, wie wichtig besondere Vorsicht bei unangekündigten Dienstleistern oder angeblichen Handwerkern an der Wohnungstür ist.
Polizei warnt vor falschen Handwerkern
Im Zusammenhang mit dem Betrug in Cottbus weist die Polizei noch einmal darauf hin, keine unbekannten oder unangekündigten Handwerker, Servicedienstleister oder andere fremde Personen in die Wohnung zu lassen. Die Tür sollte nur geöffnet werden, wenn die Person bekannt ist oder der Besuch zuvor vereinbart wurde.
Außerdem rät die Polizei, sich einen Ausweis zeigen zu lassen und die Angaben bei Unsicherheit direkt bei der angeblich beauftragten Firma oder beim Vermieter zu überprüfen. Angehörige oder Nachbarn können ebenfalls hinzugezogen werden, wenn eine Situation unklar wirkt.
Wichtig sei auch, sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen. Die Polizei empfiehlt zudem, keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen zu Hause aufzubewahren und mit fremden Personen niemals über Vermögen zu sprechen. Bargeld sollte grundsätzlich nicht an fremde Personen übergeben werden.
Hinweise zu aktuellen Betrugsmaschen
Bei verdächtigen Feststellungen sollte umgehend die Polizei über den Notruf 110 informiert werden. Weitere Kontakttelefonnummern und Hinweise zum Schutz vor aktuellen Betrugsmaschen stellt die Brandenburger Polizei online bereit unter polizei.brandenburg.de.
Gerade ältere Menschen stehen immer wieder im Fokus solcher Betrugsmaschen. Deshalb kann es helfen, innerhalb der Familie, im Haus oder in der Nachbarschaft regelmäßig über aktuelle Fälle zu sprechen. So lassen sich verdächtige Situationen schneller erkennen und mögliche Opfer besser schützen.
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Red. / Presseinformation




