Am Samstag trifft der VfB Krieschow im Finale des Brandenburger Landespokals auf den frischgebackenen Zweitligisten Energie Cottbus. Gemeinsam mit Toni Lempke, dem Sportlichen Leiter des Oberligisten, schauen wir auf das Duell der beiden Lausitzer Vereine, die unabhängig des Ergebnisses im DFB-Pokal stehen.
DFB-Pokal als historischer Lohn
Für den VfB Krieschow ist die Konstellation außergewöhnlich. Wie Toni Lempke betont, habe der Verein viele Jahre vergeblich versucht, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Oft sei man im Landespokal an Energie Cottbus gescheitert. Nun sorgt die starke Ligaplatzierung des FCE dafür, dass Krieschow unabhängig vom Finalausgang in den DFB-Pokal einzieht.
Lempke spricht von einer „riesigen Geschichte“ für den Verein. Man hoffe im DFB-Pokal auf einen attraktiven Gegner, der für ein volles Stadion sorgt. Namen wie Schalke, Hertha oder der HSV fallen als Wunschgegner. Für den VfB sei es eine einmalige Gelegenheit, sich bundesweit zu präsentieren.
Respekt vor Energie – und ein Funken Hoffnung
Trotz aller Euphorie bleibt der sportliche Blick realistisch. Lempke zollt Energie Cottbus großen Respekt für die Saisonleistung. Der Aufstieg sei absolut verdient. Trainer Pele Wollitz habe erneut eine Mannschaft geformt, die trotz Umbruch funktioniert habe.
Gleichzeitig betont der Krieschower Sportchef, dass im Fußball immer alles möglich sei. Energie komme zwar mit viel Euphorie und Erleichterung ins Finale, doch genau darin könne auch eine kleine Chance liegen. Möglicherweise erhalten Spieler Einsatzzeiten, die sich empfehlen wollen. Das könne zusätzliche Dynamik ins Spiel bringen. Dennoch macht Lempke deutlich, dass Energie das Finale keinesfalls herschenken werde. Auch mit einer gewissen Lockerheit bleibe die Qualität hoch.
Ein Fußballfest für die Region
Unabhängig vom sportlichen Ausgang sieht Lempke im Finale ein großes Fest der Niederlausitz. Beide Vereine hätten in den vergangenen Jahren ein professionelleres und respektvolleres Verhältnis entwickelt. Das komme auch der Region zugute.
Der VfB Krieschow sehe sich perspektivisch als möglicher Entwicklungspartner für junge Energie-Spieler, die Spielpraxis benötigen. Eine engere Zusammenarbeit könne beiden Seiten helfen. Der Auftritt im LEAG Energie Stadion sei für Krieschow ein besonderer Moment, auch wenn man sich bewusst sei, dass die Kulisse und der Platz andere Bedingungen bieten als bei Heimspielen.
Saisonanalyse und neue Ziele
Sportlich verlief die Oberliga-Saison für Krieschow nicht ganz nach Plan. Statt ganz oben mitzuspielen, rangiert der VfB im Tabellenmittelfeld. Lempke räumt ein, dass nicht alle Erwartungen erfüllt wurden. Der Kader habe an einigen Stellen nicht optimal funktioniert. Für die kommende Spielzeit wolle man nachjustieren. Ziel sei es erneut, im oberen Drittel anzugreifen. Dazu sollen junge, entwicklungsfähige Spieler eingebunden werden. Gleichzeitig bleibe die Erfahrung wichtiger Leistungsträger ein zentraler Baustein.
Anerkennung für Energie und Wollitz
Deutlich wird im Gespräch auch der Respekt vor der Arbeit in Cottbus. Lempke hebt hervor, wie es Wollitz immer wieder gelinge, leistungsfähige Kader zu formen. Gerade im Verhältnis von Etat zu sportlichem Erfolg sei die Entwicklung bemerkenswert. Der Aufstieg sei daher nicht nur für Energie, sondern für die gesamte Region ein starkes Signal.
Am Samstag steht nun das Finale im Brandenburger Landespokal an. Energie Cottbus geht als Zweitliga-Aufsteiger favorisiert ins Spiel. Der VfB Krieschow reist mit großem Respekt, aber auch mit Stolz und Vorfreude an. Für beide Vereine ist es ein besonderer Tag – sportlich wie emotional.
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Red. / Presseinformation



