Im Industriepark Lausitz in Schwarzheide soll künftig eine neue Testanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff entstehen. Wie BASF Schwarzheide und das Dresdner Unternehmen Sunfire mitteilten, will das Unternehmen dort eine moderne Elektrolyse-Technologie unter realen Industriebedingungen erproben. Dabei wird Wasser mithilfe von Energie in Wasserstoff umgewandelt, der später unter anderem in der Industrie als klimafreundlicher Energieträger genutzt werden kann. Die Anlage soll laut den Unternehmen helfen, die Technik für größere Projekte weiterzuentwickeln und Erfahrungen für den späteren Einsatz im industriellen Maßstab zu sammeln. Die Inbetriebnahme der Testanlage ist für Ende dieses Jahres geplant.
Wasserstoff-Technologie für Industrie in Schwarzheide
Der Industriepark Lausitz in Schwarzheide wächst weiter als Standort für Wasserstoff- und Energietechnologien. Mit Sunfire siedelt sich dort nun ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich grüner Wasserstoff an. Das Dresdner Unternehmen plant nach Angaben von BASF Schwarzheide den Bau einer Testanlage zur weiteren Validierung seiner Hochtemperatur-Elektrolyse-Technologie, auch SOEC-Technologie genannt. Die Inbetriebnahme der Anlage ist laut Unternehmen für Ende 2026 vorgesehen. Ziel sei es, Erkenntnisse für den späteren Einsatz in industriellen Großprojekten zu gewinnen. Die Tests sollen unter realen Bedingungen im Industrieumfeld stattfinden.
Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, bezeichnete die Entscheidung als wichtiges Signal für den Standort. Mit Sunfire gewinne der Industriepark Lausitz ein international tätiges Wasserstoffunternehmen, das die Energiewende aktiv mitgestalte. Laut BASF soll die Partnerschaft die Bedeutung der Lausitz als Energieregion im Wandel weiter stärken.
SOEC-Technologie soll effizient Wasserstoff erzeugen
Die sogenannte SOEC-Technologie arbeitet laut Sunfire mit hohen Betriebstemperaturen von rund 850 Grad Celsius. Dadurch sollen besonders hohe Wirkungsgrade erreicht werden. Nach Angaben des Unternehmens könne die Technologie Wasserstoff effizienter und kostengünstiger erzeugen als viele herkömmliche Verfahren. Christian von Olshausen, CTO von Sunfire, erklärte laut Pressemitteilung, dass die Testanlage wertvolle Erkenntnisse aus einem realen Industrieumfeld liefern solle. Die vorhandene Infrastruktur sowie die verfügbaren Flächen im Industriepark Lausitz würden dafür gute Voraussetzungen bieten.
Die eingesetzte Technologie wurde nach Angaben der Unternehmen im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projektes „H2Giga“ weiterentwickelt. Die Testanlage in Schwarzheide soll nun die industrielle Langzeitvalidierung ermöglichen und die technologische Reife für spätere Großprojekte absichern. Unterstützt wird die Entwicklung laut BASF außerdem durch die Europäische Investitionsbank, die die Industrialisierung der SOEC-Elektrolyseure mit einem Darlehen kofinanziert.
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Red. / Presseinformation




