Mario Quast übernimmt ab dem 1. Januar 2027 die Geschäftsführung der Stiftung Stift Neuzelle. Der in Guben geborene Diplom-Kulturwissenschaftler setzte sich nach Angaben des Kulturministeriums gegen 96 Mitbewerber durch und folgt auf Norbert Kannowsky, der in den Ruhestand geht.
Auswahlverfahren mit rund 100 Bewerberinnen und Bewerbern
Die Personalentscheidung fiel nach einem aufwändigen Bewerbungsverfahren. Eine externe Personalberatungsfirma begleitete den Auswahlprozess. Insgesamt hatten sich 97 Interessierte um den Posten an der Spitze der Landesstiftung beworben. Kulturministerin Dr. Manja Schüle teilte mit, dass Quast das gesamte Profil mitbringe, das die Aufgabe erfordere – von moderner Personal- und Organisationsleitung über effektives Fördermittelmanagement bis zur Digitalisierung der Verwaltung.
Schüle betonte die enge Verbindung des designierten Geschäftsführers zur Region. „Mario Quast ist seit seiner Geburt eng mit der Region verbunden und vernetzt“, erklärte die Kulturministerin. Zudem bringe er Erfahrung bei der Planung und Umsetzung von Tourismuskonzepten und Kulturveranstaltungen mit. Das Kloster Neuzelle sei nicht nur eines der wenigen vollständig erhaltenen Klöster Europas, sondern auch das nördlichste Zeugnis des böhmischen Barocks, ordnete Schüle den Stellenwert der Einrichtung ein.
Karriere in Verwaltung und Wirtschaft Brandenburgs
Der 1968 in Guben geborene Quast absolvierte sein Studium als Diplom-Kulturwissenschaftler an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Später ergänzte er seine Qualifikationen durch einen Master in Public Affairs & Leadership an der Quadriga Hochschule Berlin. Nach Stationen im Umfeld der Sparkassen-Finanzgruppe arbeitete er als Wirtschaftsreferent des Oberbürgermeisters in Frankfurt (Oder). Zuletzt führte er das Amt Schlaubetal als Amtsdirektor.
Der designierte Geschäftsführer selbst kündigte an, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit Mitarbeitern und Partnern weiterzugehen. „Die Stiftung hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, welche kulturelle, spirituelle und regionale Strahlkraft sie entfalten kann“, sagte Quast. Mit seiner Erfahrung in Verwaltung, Führung und kultureller Entwicklung wolle er diesen Weg verantwortungsvoll fortsetzen.
Kannowsky leitete die Stiftung über 20 Jahre
Norbert Kannowsky hatte die Stiftung Stift Neuzelle mehr als zwei Jahrzehnte lang geführt. In einer Mitteilung verwies er auf die „große Bandbreite an anspruchsvollen Aufgaben“ der Einrichtung. Quast bringe mit seiner Ausbildung und beruflichen Erfahrung die richtigen Werkzeuge mit, um die Stiftung erfolgreich weiterzuführen, ergänzte Kannowsky. Dessen Vernetzung in Brandenburg und im Nachbarland Polen eröffne zudem neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des Klosters als kulturtouristische Destination.
Die Stiftung Stift Neuzelle entstand 1996 als öffentlich-rechtliche Einrichtung des Landes Brandenburg. Sie bewahrt die denkmalgeschützte Klosteranlage und bewirtschaftet große Teile der ehemaligen Klosterliegenschaften. Auf dem Gelände finden Besucher unter anderem das Museum Himmlisches Theater sowie das Festival Oper Oder-Spree. Seit Anfang der 1990er Jahre flossen nach Angaben des Ministeriums mehr als 50 Millionen Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sowie an privaten Spenden in die Gesamtanlage.
Kloster Neuzelle mit über 750 Jahren Geschichte
Heinrich der Erlauchte, Markgraf von Meißen, gründete das Kloster am 12. Oktober 1268. Ursprünglich gotisch angelegt, erhielt es ab 1650 seine barocke Gestalt. Im Jahr 1817 wurde es säkularisiert. Der Besitz ging anschließend in ein preußisch-staatliches Stift über, das bis 1955 als Forst- und Domänenverwaltung Bestand hatte. Seit 2018 leben wieder Zisterzienser-Mönche aus der niederösterreichischen Abtei Heiligenkreuz im Priorat Neuzelle. Sie planen nach Angaben der Stiftung den Neubau eines Klosters im Umfeld von Neuzelle. Weitere Informationen unter stift-neuzelle.de.
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