Nach rund 20 Jahren werden in Cottbus zentrale Aufgaben wie Müllabfuhr, Straßenreinigung und Winterdienst wieder stärker in städtische Verantwortung überführt. Die Stadt bündelt diese Bereiche in einem neuen Unternehmen. Zum 1. Januar 2027 nimmt die Städtische Dienste Cottbus GmbH ihre Arbeit auf. Partner ist die ALBA Lausitz GmbH. Die Stadt hält die Mehrheit der Anteile.
Neue Gesellschaft für Abfall, Reinigung und Winterdienst
Wie die Stadt Cottbus informiert, soll zum 1. Januar 2027 die Städtische Dienste Cottbus GmbH (SDC) ihre Arbeit aufnehmen. Das Unternehmen entsteht als Kooperation zwischen der Stadt und der ALBA Lausitz GmbH. Die Stadt hält dabei mit 51 Prozent die Mehrheit der Anteile.
Nach Angaben der Stadt umfasst das Aufgabenspektrum der neuen Gesellschaft zentrale Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge. Dazu gehören die Abfallwirtschaft, die Reinigung von Straßen und öffentlichen Flächen, der Winterdienst sowie die bauliche Unterhaltung öffentlicher Straßen. Die Leistungen sollen für zunächst 15 Jahre erbracht werden, mit möglichen Verlängerungsoptionen.
Kooperation soll Versorgung sichern und Gebühren stabil halten
Oberbürgermeister Tobias Schick erklärte am Dienstagmittag, dass mit der Gründung ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wieder stärker in kommunale Verantwortung zurückgeführt werden soll. Gleichzeitig verweist er auf die Zusammenarbeit mit einem regional verankerten Partner. Ziel sei es, verlässliche Leistungen sicherzustellen und die Gebührenentwicklung stabil zu halten.
Auch seitens der ALBA Lausitz GmbH wird die Kooperation als wichtiger Schritt beschrieben. Regionalleiter Tobias Schütte erklärte laut Pressemitteilung, das Unternehmen sehe sich als verlässlicher Partner für Kommunen und wolle weiterhin einen Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge in Cottbus leisten.
Vergabeverfahren abgeschlossen – Doppelspitze geplant
Die Gründung der Städtischen Dienste Cottbus GmbH ist laut Stadt Ergebnis eines umfangreichen Vergabeverfahrens, an dem auch die Stadtverordnetenversammlung beteiligt war. Mit der Zuschlagserteilung wurde die Grundlage für die öffentlich-private Partnerschaft geschaffen.
Für die Leitung des Unternehmens ist eine Doppelspitze vorgesehen. Jeder Gesellschafter soll eine Geschäftsführung benennen. Die kaufmännische Geschäftsführung wird ausgeschrieben. Übergangsweise übernimmt laut Stadt Cottbus der Stadtwerke-Geschäftsführer Vlatko Knezevic die Verantwortung auf städtischer Seite. Die technische Geschäftsführung soll durch Tom Wegner vertreten werden.
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Red. / Presseinformation




