Trotz des bundesweiten Apothekerprotests am Montag (23. März) soll die Arzneimittelversorgung in Brandenburg gesichert bleiben. Wie Gesundheitsminister René Wilke mitteilte, werden alle Notdienstapotheken uneingeschränkt geöffnet sein, auch wenn sich viele Apotheken an der Aktion beteiligen und es zu Einschränkungen bei den regulären Öffnungszeiten kommen kann. Hintergrund des Protests sind Forderungen der Apothekerschaft nach einer Anpassung der Vergütung, die zuletzt vor 13 Jahren geändert wurde. Die Zahl der Apotheken ist in Brandenburg seit 2013 von 580 auf aktuell 526 gesunken. ->> Hier zur Notdienstapothekensuche.
Apothekerprotest in Brandenburg: Versorgung gesichert
Am kommenden Montag, dem 23. März 2026, findet ein bundesweiter Protesttag der Apotheken statt. Wie das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg mitteilt, bleibt die Arzneimittelversorgung dennoch gewährleistet. Auch wenn sich zahlreiche Apotheken an den Aktionen beteiligen, sollen alle Notdienstapotheken uneingeschränkt geöffnet sein.
Gesundheitsminister René Wilke erklärte dazu laut Ministerium, dass niemand auf dringend benötigte Medikamente verzichten müsse. Die Notdienstapotheken seien voll einsatzbereit und übernähmen die Versorgung an diesem Tag.
Hintergrund des Protests: Forderung nach höherer Vergütung
Die Proteste gehen auf einen Aufruf der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zurück. Ziel ist es, auf die wirtschaftliche Lage der Apotheken aufmerksam zu machen. Nach Angaben des Ministeriums fordern Apothekerinnen und Apotheker eine Anpassung der Vergütung, da die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.
Laut Minister Wilke sei eine solche Anpassung bereits im Koalitionsvertrag auf Bundesebene vorgesehen. Auch die Länder hätten sich im Bundesrat zuletzt für eine schnelle Umsetzung ausgesprochen. Ziel sei es, die wirtschaftliche Situation der Apotheken zu stabilisieren und weitere Schließungen zu verhindern.
Apothekenzahlen rückläufig: Entwicklung im Überblick
Die Vergütung der Apotheken wurde zuletzt vor 13 Jahren angepasst. Seitdem ist die Zahl der Apotheken in Deutschland rückläufig. Auch in Brandenburg zeigt sich diese Entwicklung deutlich: Gab es im Jahr 2013 noch 580 Apotheken, sind es aktuell nur noch 526 (Stand März 2026).
Vor allem kleinere Apotheken in ländlichen Regionen stehen laut Ministerium unter wirtschaftlichem Druck. Diese gelten jedoch als wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge und übernehmen neben der medizinischen Versorgung auch soziale Funktionen.
Notdienst bleibt erreichbar trotz möglicher Einschränkungen
Am Protesttag selbst kann es laut Ministerium zu Einschränkungen bei den regulären Öffnungszeiten kommen. Dennoch sei die Versorgung durch die Notdienste sichergestellt. Bürgerinnen und Bürger können sich über die nächstgelegene Notdienstapotheke online informieren.
Weitere Informationen sind auf der Seite der Landesapothekerkammer Brandenburg abrufbar: Hier zur Notdienstapothekensuche.
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