Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach ist wieder Mitglied der SPD. Das bestätigte der 63-Jährige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Erst Anfang 2024 hatte er die Partei verlassen und gehörte zu den Mitgründern des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) in Brandenburg. Nach internen Konflikten verließ er die Partei Anfang 2026 wieder. Nun folgt die Rückkehr zu seiner früheren politischen Heimat.
Von der SPD zum BSW und zurück
Crumbach war rund vier Jahrzehnte Mitglied der SPD gewesen, bevor er Anfang 2024 austrat und sich am Aufbau des BSW in Brandenburg beteiligte. Dort übernahm er zunächst den Landesvorsitz und führte zeitweise auch die Fraktion im Landtag. Im Verlauf der vergangenen Monate kam es jedoch zu zunehmenden Spannungen innerhalb der Partei und Fraktion.
Bereits im Herbst 2025 hatten mehrere Abgeordnete die BSW-Fraktion verlassen. Anfang 2026 verließ schließlich auch Crumbach gemeinsam mit weiteren Abgeordneten Partei und Fraktion. Im Anschluss zerbrach die Regierungskoalition aus SPD und BSW.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte er seine Rückkehr zur SPD damit, dass für ihn stets die Interessen der arbeitenden Bevölkerung im Mittelpunkt gestanden hätten. Zwischenzeitlich habe er geglaubt, dass eine andere Partei diese Anliegen ebenso vertreten könne. Diese Einschätzung habe sich jedoch als Irrtum erwiesen.
Nach seinem Austritt aus dem BSW schloss sich Crumbach zunächst der SPD-Fraktion im Landtag an. Nun ist er auch wieder offizielles Parteimitglied. Parallel dazu bildet sich in Brandenburg aktuell eine neue Regierungskoalition aus SPD und CDU. Der Koalitionsvertrag wurde in der vergangenen Woche vorgestellt. In der neuen Regierung soll Crumbach künftig das Infrastrukturministerium übernehmen.
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Red.





