In Schipkau werden am heutigen Montag die Hochbauarbeiten am GICON-Höhenwindturm wieder aufgenommen. Wie das Unternehmen mitteilte, ist die interne Qualitätsprüfung abgeschlossen, nachdem Ende 2025 Abweichungen an gelieferten Stahlelementen festgestellt worden waren. Betroffene Bauteile werden demnach ausgetauscht, die Ersatzteile sind nahezu vollständig auf der Baustelle eingetroffen, die Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein. Anschließend kann die Montage des rund 360 Meter hohen Turms mit einer Nabenhöhe von 300 Metern fortgesetzt werden. Mit dem Projekt soll Windenergie in größeren Höhen genutzt werden, um höhere und gleichmäßigere Erträge zu erzielen. Die prognostizierte Jahresstrommenge künftiger Anlagen liegt bei etwa 30 bis 33 Gigawattstunden, was rechnerisch dem Bedarf von rund 7.500 Vier-Personen-Haushalten entspricht.
Hochbau am GICON-Höhenwindturm wird fortgesetzt
Wie das Unternehmen GICON mitteilt, werden die Hochbauarbeiten am Höhenwindturm in Schipkau ab dem heutigen 2. März 2026 wieder aufgenommen. Die interne Qualitätskontrolle sei inzwischen abgeschlossen. Dabei seien alle bisher verbauten Stahlelemente sowie Lieferungen auf dem Baufeld sorgfältig geprüft worden.
Ende 2025 waren laut GICON Abweichungen bei gelieferten Stahlelementen eines Subunternehmens festgestellt worden. Betroffene Komponenten würden nun durch Ersatzbauteile ersetzt. Diese seien nahezu vollständig auf der Baustelle eingetroffen. Nach aktuellem Stand sollen die Austauscharbeiten bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Im Anschluss könne die Montage des Turms fortgesetzt werden.
Die Vorarbeiten für die Wiederaufnahme der Bautätigkeiten sowie die Inbetriebnahme des Großkrans begannen laut GICON Mitte Februar und seien inzwischen beendet. GICON-CEO und Firmengründer Prof. Jochen Großmann erklärte, die Wintermonate seien genutzt worden, um alle montierten Stahlelemente intensiv zu prüfen und die nächsten Bauabschnitte vorzubereiten. Sicherheit und Qualität hätten bei diesem Projekt Priorität.
Höhenwindturm soll neue Potenziale erschließen
Mit dem Projekt soll Windenergie in großen Höhen erschlossen werden. Nach Angaben von GICON könnten durch stärkere und gleichmäßigere Winde in größerer Höhe – abhängig von Standort und Betriebsbedingungen – höhere Jahreserträge erzielt werden als bei heutigen Anlagen. Ziel sei zudem, die Stromerzeugung näher an Verbraucherinnen und Verbraucher zu bringen und die regionale Versorgung mit erneuerbarer Energie zu stärken.
Eine gleichmäßigere und dezentrale Erzeugung könne Netze entlasten und den Bedarf an Netzausbau reduzieren, so das Unternehmen. Höhenwindtürme könnten außerdem in bestehende Windparks integriert werden, um die Flächennutzung zu ergänzen.
Technische Daten zum GICON-Höhenwindturm
Der GICON-Höhenwindturm basiert auf einem teleskopierbaren Turmsystem. Die Nabenhöhe liegt bei 300 Metern, die Gesamthöhe bei rund 360 Metern. Der Turm sei auch für Standorte mit vergleichsweise geringen Windgeschwindigkeiten geeignet und bundesweit einsetzbar.
Für künftige Höhenwindtürme mit Windenergieanlagen ab 8 MW wird ein Jahresstromertrag von etwa 30 bis 33 GWh prognostiziert. Dies entspreche rechnerisch dem Jahresbedarf von rund 7.500 Vier-Personen-Haushalten. Die prognostizierten Stromgestehungskosten werden mit unter 5 Cent pro Kilowattstunde angegeben. GICON weist darauf hin, dass Ertrags- und Kostenaussagen Prognosen sind und von Standort, Windangebot sowie weiteren Rahmenbedingungen abhängen.
Das Projekt wird von GICON im Auftrag der beventum GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), realisiert.
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