Die Arbeitsgruppe zur Reform der Regionalliga hat bei ihrer vierten Sitzung am Dienstag noch keine Lösung gefunden. Im Mittelpunkt stand das sogenannte Kompass-Modell für eine viergleisige Regionalliga, wie der DFB mitteilte.
Kompass-Modell soll Staffeln neu ordnen
Die vom DFB eingesetzte AG Regionalliga-Reform unter dem Vorsitz von Dr. Michael Vesper hat sich am gestrigen Dienstag in ihrer vierten Sitzung intensiv mit dem sogenannten Kompass-Modell befasst. Dabei handelt es sich um einen Entwurf für eine viergleisige Regionalliga, bei der die Staffelzuordnung nicht mehr entlang fester Verbandsgrenzen erfolgen soll. Stattdessen würden sich die vier Staffeln laut DFB in jeder Saison anhand der kürzesten Fahrtstrecken zwischen den Vereinen zusammensetzen.
Das Modell sieht vor, dass die vier Staffelmeister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Die derzeit noch notwendigen Aufstiegsspiele würden damit entfallen. Aktuell steigen aus fünf Regionalliga-Staffeln pro Saison vier Meister in die 3. Liga auf, wobei die Meister der Regionalligen Nordost und Bayern in einem zusätzlichen Aufstiegsspiel den vierten Aufsteiger unter sich ausmachen.
Einheitliche Abstiegsregelung angestrebt
Ein weiterer Bestandteil des Kompass-Modells betrifft die Abstiegsregelung. Diese soll laut DFB in allen vier Staffeln einheitlich gestaltet werden und nicht mehr von der regionalen Zugehörigkeit der Absteiger aus der 3. Liga abhängen. In der bisherigen Struktur kann es vorkommen, dass einzelne Staffeln durch mehrere Drittliga-Absteiger aus derselben Region einen verstärkten Abstieg verkraften müssen. Dieses Problem soll das Modell beheben.
Auch die bestehenden Aufstiegsregelungen aus der fünften Liga könnten nach Angaben des DFB in diesem Modell beibehalten werden. Neben dem Kompass-Modell wurden in der Sitzung weitere Alternativen besprochen, ohne dass sich bislang ein bevorzugtes Modell herauskristallisiert hat.
Vesper mahnt zum Blick auf das Gesamtbild
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Dr. Michael Vesper, beschrieb die Gespräche als intensiv, aber weiterhin konstruktiv. Er betonte, dass eine Lösung nur dann möglich sei, wenn alle Beteiligten über ihre eigene Perspektive hinausblicken. Laut Vesper sei es entscheidend, verstärkt die positiven Aspekte einzelner Modelle zu betrachten, anstatt ausschließlich gegen bestimmte Vorschläge zu argumentieren.
Die Arbeitsgruppe ist von der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten eingesetzt worden, um eine Entscheidungsvorlage zur Verbesserung der Aufstiegsregelung zu erarbeiten. Sie selbst ist kein Beschlussgremium. Der AG gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an, die jeweils eigenverantwortlich von den Staffeln benannt wurden.
Nächste Sitzung für Ende März geplant
Neben Vesper sind Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb für den DFB und Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb und Fans für die DFL Mitglieder der Arbeitsgruppe. Die nächste Sitzung der AG Regionalliga-Reform ist laut DFB für den 25. März terminiert. Bis dahin sollen die bisherigen Ergebnisse weiter ausgearbeitet werden.
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