Humanmedizin-Studium startet im Oktober an MUL – CT
Wie das Cottbuser Uniklinikum in einer Pressemitteilung mitteilt, beginnt im Oktober 2026 erstmals das Humanmedizinstudium an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) in Cottbus. Geplant ist ein Modellstudiengang mit zunächst 36 Studienplätzen pro Semester. Perspektivisch soll die Kapazität bis zum Jahr 2035 auf mehr als 80 Plätze pro Semester steigen. Der Studiengang setzt laut Universität auf eine integrierte Lehre, in der grundlagenmedizinische, klinisch-theoretische und klinische Inhalte miteinander verbunden werden. Studierende sollen ihr ärztliches Wissen anhand exemplarischer Erkrankungen erlernen und bereits früh praktische Einblicke in die Patientenversorgung erhalten.
Schwerpunkte im Modellstudiengang Medizin
Nach Angaben der MUL – CT legt das Studium einen besonderen Fokus auf die primärärztliche Versorgung sowie auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft. Themen wie interprofessionelle Zusammenarbeit, kommunikative Kompetenzen, digitale Medizin sowie wissenschaftliches Denken und Handeln sollen von Beginn an eine zentrale Rolle spielen.
Bereits ab dem ersten Semester sind Trainings im interprofessionellen Arbeiten sowie in sozialen und kommunikativen Fähigkeiten vorgesehen. Zudem sollen wissenschaftliche Module und eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit das evidenzbasierte Denken fördern. Erkenntnisse aus der Gesundheitssystemforschung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens fließen laut Uniklinikum in das Curriculum ein.
Infoveranstaltungen für Abiturienten geplant
Wie Bewerbung und Auswahlverfahren konkret ablaufen, wird auf mehreren Informationsveranstaltungen erläutert. Die nächste Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. Februar, um 15.30 Uhr im Hörsaal Haus 33 an der MUL – CT statt. Eine weitere Präsenzveranstaltung ist für den 17. März um 15.30 Uhr geplant, eine Online-Infoveranstaltung folgt am 25. März 2026 ebenfalls um 15.30 Uhr. Im Rahmen der Veranstaltungen stellen der Geschäftsbereich Lehre und die Studierendenverwaltung nach Angaben der Universität die curricularen Planungsprinzipien sowie die Lehr- und Lernformate des neuen Studiengangs vor.
Bewerbung über bundesweites Vergabeverfahren
Wer in Cottbus Humanmedizin studieren möchte, nimmt am zentralen Vergabeverfahren für Studienplätze in Deutschland teil. Rund 20 Prozent der Plätze werden laut Universität über Vorabquoten vergeben, etwa für Härtefälle, Zweitstudierende, Bewerberinnen und Bewerber der Bundeswehr oder im Rahmen der Landarztquote. Letztere verpflichtet Absolventinnen und Absolventen, später mindestens zehn Jahre in einer unterversorgten Region tätig zu sein.
Weitere 30 Prozent der Studienplätze gehen an Abiturbeste. Bei 60 Prozent spielen notenunabhängige Kriterien wie das Ergebnis des Studieneignungstests, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Berufserfahrung eine Rolle. Zehn Prozent der Plätze sind besonders geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten vorbehalten. Nach Angaben der Universität ermöglicht das Land Brandenburg zudem auch Personen mit Fachhochschulreife, Meisterprüfung, Technikerabschluss oder abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Berufserfahrung den Zugang zum Medizinstudium.
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Red. / Presseinformation
Bild: MUL-CT







