Der Präventionsrat der Stadt Cottbus stellt das Jahr 2026 unter das Thema „Schulen mit sicherer Zukunft“. Wie die Stadt mitteilte, sollen dabei neue und bestehende Maßnahmen zur Stärkung von Sicherheit, Prävention und sozialem Miteinander an Schulen gebündelt werden. Vorgesehen ist unter anderem die Prüfung eines sogenannten Teen-Court-Modells, bei dem Jugendliche Konflikte oder Regelverstöße unter pädagogischer Begleitung selbst bearbeiten sollen. Zudem sollen Rechtskunde-Angebote ausgebaut und an zwei Schulen wissenschaftlich begleitete Präventionskonzepte entwickelt werden. Die Vorhaben knüpfen an die Arbeit der städtischen Task Force Sicherheit an Schulen an und sollen gemeinsam mit Schulen, Justiz und weiteren Partnern umgesetzt werden. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Themenjahr 2026 knüpft an bestehende Sicherheitsarbeit an
Mit dem Themenjahr reagiert der Präventionsrat der Stadt Cottbus nach eigenen Angaben auf veränderte Rahmenbedingungen im schulischen Umfeld. Gleichzeitig wird die Arbeit der städtischen Task Force Sicherheit an Schulen fortgeführt und vertieft. Im Mittelpunkt steht dabei, Maßnahmen nicht isoliert umzusetzen, sondern gemeinsam mit Schulen, Behörden und weiteren Institutionen weiterzuentwickeln. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Cottbus sollen im Laufe des Jahres 2026 verschiedene Projekte geprüft und, sofern möglich, als Modellvorhaben umgesetzt werden. Ziel ist es laut Präventionsrat, frühzeitig präventiv zu wirken und soziale Kompetenzen zu stärken.
Prüfung eines Teen-Court-Modells für Schulen
Ein zentraler Ansatz ist die mögliche Einführung eines sogenannten Teen-Court-Modells. Dabei handelt es sich um ein pädagogisches Format, in dem Jugendliche unter fachlicher Anleitung niedrigschwellige Konflikte oder Regelverstöße aus dem schulischen Umfeld bearbeiten. Jugendliche übernehmen dabei verschiedene Rollen, etwa als Schöffinnen und Schöffen oder in der Verfahrensbegleitung. Nach Angaben des Präventionsrates soll geprüft werden, ob ein solches Modell an die Bedingungen in Cottbus angepasst werden kann. Ziel ist es, Verantwortungsbewusstsein zu fördern, soziale Kompetenzen zu stärken und Konflikte frühzeitig zu bearbeiten, bevor sie sich verfestigen. In das Modell wären Fachkräfte sowie die Staatsanwaltschaft eingebunden.
Rechtskunde-Angebote sollen weiter ausgebaut werden
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rechtsbildung an Schulen. Wie die Stadt mitteilt, ist dieses Thema dem Ministerium der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg ein wichtiges Anliegen. Das Ministerium setzt sich seit Jahren dafür ein, Rechtsstaatlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Prävention stärker in den Schulalltag zu integrieren.
Darauf aufbauend sollen in Cottbus neue Angebote entstehen. In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, gemeinsam mit Mitarbeitenden der örtlichen Gerichte sowie der Staatsanwaltschaft praxisnahe Formate umzusetzen. Denkbar sind laut Pressemitteilung einzelne Unterrichtseinheiten, Projekttage oder Workshops, die reale Fallbeispiele aufgreifen und Einblicke in die Arbeit der Justiz geben.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Zwei Schulen können am Weitblick-Prozess teilnehmen
Darüber hinaus erhalten im Jahr 2026 zwei Cottbusser Schulen die Möglichkeit, am Prozess „Weitblick – Gesunde Schule hat Methode“ des FINDER e.V. teilzunehmen. Finanziert wird das Angebot durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. Das wissenschaftlich fundierte Verfahren basiert auf der Methode „Communities That Care“ und unterstützt Schulen dabei, psychosoziale Belastungen systematisch zu erfassen, Bedarfe zu priorisieren und langfristig wirksame Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Der zweijährige Prozess umfasst unter anderem eine anonyme Schülerbefragung, die Analyse bestehender Angebote, Workshops mit der Schulgemeinschaft sowie die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung eines individuellen Präventionskonzepts. Nach Angaben der Stadt könnte eine Schule noch vor den Sommerferien, eine weitere im Anschluss starten. Interessierte Schulleitungen können sich beim Präventionsrat melden, um in den Auswahlprozess aufgenommen zu werden.
Weitere Bausteine zur Stärkung des Schulalltags
Ergänzend werden weitere Maßnahmen vorbereitet, die zur Stärkung von Sicherheit und sozialem Miteinander an Schulen beitragen sollen. Dazu zählen Fortbildungsangebote für pädagogisches Personal, Projekte zur Gewaltprävention, die Förderung der Medienkompetenz sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Schulklimas. Der Präventionsrat will die einzelnen Schritte im Laufe des Jahres 2026 gemeinsam mit seinen Partnern weiter konkretisieren und nach eigenen Angaben regelmäßig über den Stand der Umsetzung informieren.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Red. / Presseinformation









