Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Cottbus-Mitte sind in der Silvesternacht 2025/2026 fünf Menschen verletzt worden. Das Feuer brach gegen 0:20 Uhr an der Stadtpromenade aus und führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Wie zunächst Blaulichtreport Lausitz und später auch die Stadt Cottbus mitteilten, waren insgesamt 40 Personen von dem Brandereignis betroffen. Fünf Betroffene mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden. Einsatzleiter René Bansen gab im nächtlichen Videointerview einen Überblick zur Lage.

Brand auf Balkon greift auf Wohnung über
Nach Angaben der Stadt Cottbus entstand der Brand aus bislang ungeklärter Ursache auf einem Balkon im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Das Feuer griff in der Folge auf die angrenzende Wohnung über. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich die Mieterin in der Wohnung. Eine Person, die den Brand bemerkte, konnte die Frau noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus der Brandwohnung retten. Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen aus dem Balkon, zudem kam es zu einer starken Rauchentwicklung im Gebäude.
Aufgrund der ersten Notrufe alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr zunächst mit dem Stichwort „Gebäude groß“. Nach der ersten Lageerkundung erhöhten die Einsatzkräfte das Alarmstichwort auf MANV, einen Massenanfall von Verletzten. Hintergrund war die Vielzahl der im Gebäude befindlichen Personen sowie die starke Rauchentwicklung, die sich über mehrere Bereiche des Hauses ausbreitete.
Rund 40 Personen betreut
Infolge der Brand- und Rauchausbreitung erlitten mehrere Bewohnerinnen und Bewohner Rauchgasintoxikationen. Der Rettungsdienst sichtete vor Ort insgesamt 40 Personen. Fünf Betroffene wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in das Cottbuser Universitätsklinikum (MUL CT) transportiert. Wie die Stadt Cottbus mitteilte, unterstützten neben dem Rettungsdienst der Feuerwehr Cottbus auch Rettungsmittel aus dem Landkreis Spree-Neiße sowie Einheiten des Katastrophenschutzes, darunter der Rettungsbus, die Maßnahmen.
Berufs- und Freiwillige Feuerwehr im Einsatz
Die Brandbekämpfung übernahmen die Berufsfeuerwehr Cottbus mit den Wachen 1 und 2. Die Löscharbeiten erfolgten sowohl von außen über eine Drehleiter als auch im Innenangriff. Unterstützt wurde die Berufsfeuerwehr durch zahlreiche Freiwillige Ortsfeuerwehren der Stadt Cottbus. Im Einsatz waren unter anderem die Einheiten aus dem Gerätehaus Süd mit den Ortsteilen Madlow, Groß Gaglow, Gallinchen und Kiekebusch sowie die Ortsfeuerwehren Sachsendorf, Ströbitz, Merzdorf, Sielow, Branitz, Döbbrick, Sandow, Saspow und Schmellwitz. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.
Die vom Brand betroffene Wohnung ist derzeit unbewohnbar. Nach Abschluss der Brandbekämpfung und umfangreichen Belüftungsmaßnahmen konnten die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, Angaben zur Schadenshöhe liegen weiterhin nicht vor.
Weitere Einsätze in der Silvesternacht
Wie die Stadt Cottbus ergänzend mitteilte, verzeichnete die Feuerwehr im Stadtgebiet zum Jahreswechsel insgesamt 19 Einsätze, darunter 15 Brandeinsätze und vier Hilfeleistungseinsätze. Mit Ausnahme des Wohnungsbrandes in Cottbus-Mitte handelte es sich überwiegend um kleinere Einsätze wie Containerbrände, Vegetationsbrände, Brände von Pyrotechnikresten sowie Auslösungen von Brandmeldeanlagen.
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Red. / Presseinformation
©Martin Borscht & Luca Woitow / Blaulichtreport Lausitz

















