Am 3. Oktober veranstalten die Stadt Cottbus und das Staatstheater einen gemeinsamen Festakt im Großen Haus am Schillerplatz. Wie es von Seiten des Theaters heißt, sprechen Oberbürgermeister Tobias Schick und Intendant Hasko Weber über Bedeutung und Herausforderungen der Einheit, es gibt Interviews mit Unternehmern sowie musikalische Beiträge des Philharmonischen Orchesters. Am Abend steht erstmals in dieser Saison Shakespeares „Hamlet“ auf dem Spielplan, inszeniert als rockig-poppige Produktion über gesellschaftliche Umbrüche. Ab 11 Uhr sind die Türen für alle Interessierten geöffnet.
Das Staatstheater Cottbus teilte dazu mit:
Der 3. Oktober ist ein demokratischer Feiertag – und ein Anlass zur Reflexion. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz und das Staatstheater Cottbus laden am Freitag, 3. Oktober 2025, 11.30 Uhr, gemeinsam zu einem Festakt in das Große Haus am Schillerplatz ein. Ab 11.00 Uhr öffnet das Theater die Türen für alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Es sprechen Oberbürgermeister Tobias Schick und Intendant Hasko Weber. Geplant sind zudem Interviews mit Unternehmern, die den Schritt in die Selbständigkeit wagten. Dabei wird an Cottbuser Geschichte und Geschichten rund um das Einheitsjubiläum erinnert. Beiträge von Musikerinnen und Musikern des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters geben der Veranstaltung einen festlichen Rahmen.
Die Vereinigung beider deutscher Staaten liegt am 3. Oktober 35 Jahre zurück. Ein halbes Leben. Die Fülle an Erfahrungen und Emotionen schließt inzwischen mehrere Generationen ein und wirkt maßgeblich auf die politischen Konstellationen und gesellschaftlichen Debatten unserer Gegenwart. Begriffe wie Freiheit und Gerechtigkeit werden unterschiedlich aufgeladen und Muster der Abgrenzung prägen in starkem Maße unsere politische Kultur. Die überwunden geglaubten Differenzierungen zwischen Ost und West haben innerhalb unserer Republik, aber auch im europäischen Rahmen eine neue Dynamik entwickelt. Räume für nationalistische Zukunftsbilder und abgrenzendes Denken sind wieder zugänglich und bestimmen das demokratische Selbstverständnis großer Teile der Bevölkerung. Woher stammen die Impulse für diese Entwicklungen? Welche Weichenstellungen müssen wir neu in Betracht ziehen, um Zusammenhänge zu erkennen, die uns bisher nicht ins Auge gefallen sind? Denn Geschichte bestimmt Gegenwart und Gegenwart erhellt Geschichte.
Am Abend steht um 19.00 Uhr erstmals in der neuen Saison Shakespeares „Hamlet“, auf dem Spielplan im Großen Haus. Der Abend voller abwechslungsreicher Choreografien und großer Spielfreude bietet auf der Blaupause der Vorgänge im dänischen Königshaus einen Blick auf die sozialen Dynamiken dieser Wendejahre und den Wechsel von Machtverhältnissen. Die rock- und popmusikalische Produktion basiert auf der Musik der Band The Tiger Lillies und zeigt die Menschen in einem ostdeutschen Betrieb inmitten der damaligen Umbrüche. In der Titelrolle ist Johannes Scheidweiler zu erleben.
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Red. / Presseinformation
Bild: Marlies Kross




