„Natur und Wellness sind zwei starke Säulen des brandenburgischen Tourismus, die dafür sorgen, dass immer mehr Touristen Brandenburg als Urlaubsziel entdecken. Hier wollen wir das Profil Brandenburgs noch weiter schärfen. Dazu wird auch das neu eingerichtete Cluster Tourismus beitragen, dessen Management sich auf die Themen Nachhaltigkeit und Innovation konzentriert. Denn Nachhaltigkeit der touristischen Angebote wird zunehmend zum Qualitätsmerkmal.“ Das sagte Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers bei der Pressekonferenz des Landes Brandenburg auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. Hier präsentieren sich die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam in Halle 12. Zentrales Thema ihres ITB-Auftritts ist in diesem Jahr der Gesundheitstourismus.
„Brandenburg hat mit seinen acht Kurorten und Heilbädern sowie 16 staatlich anerkannten Erholungsorten mit der entsprechenden Infrastruktur sehr gute Voraussetzungen, um vom wachsenden Interesse am Gesundheitstourismus zu profitieren. Positive Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden haben hier zudem die zahlreichen Thermen sowie unsere erholsamen Natur- und Landschaftsschätze“, sagte Minister Christoffers.
Um den Gesundheitstourismus in Brandenburg weiter voranzubringen, gelte es, die Tourismusbranche noch stärker mit der Gesundheitswirtschaft zu vernetzen. Mit der Gründung des Kooperationsnetzwerkes „Gesundheits- und Wellnesstourismus im Land Brandenburg“ im März 2012 sei man bereits einen großen Schritt in Richtung gemeinsamer Angebotsgestaltung gegangen. „38 Netzwerkpartner sind bislang von den Vorteilen der Zusammenarbeit überzeugt“, so Christoffers weiter.
Positive Halbzeitbilanz der Landestourismuskonzeption
Pünktlich zur ITB 2013 stellt Minister Christoffers die Halbzeitbilanz der Landestourismuskonzeption 2011–2015 vor. Mit 110 konkreten Maßnahmen hat die Landestourismuskonzeption ein ehrgeiziges Ziel abgesteckt. Das Ergebnis der Gutachter ist positiv ausgefallen, mit den gesetzten Themen – wie Natur- und Kulturtourismus oder Barrierefreiheit – liegt die Branche nach wie vor richtig. „Dank der intensiven Zusammenarbeit mit der Branche befindet sich der größte Teil der Maßnahmen auf einem guten Weg der Umsetzung. Einige konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden, so beispielsweise die Integration von Energieeffizienz in die touristische Förderpolitik. Andere werden auch über die Laufzeit hinweg aktuell bleiben, darunter die Pflege der Freizeitwegeinfrastruktur“, betonte der Minister
Dennoch gibt es für die zweite Hälfte der Laufzeit inhaltlich ein paar Anpassungen. Nachhaltigkeit rückt immer stärker in den Fokus der touristischen Nachfrage. Sie bildet auch den Schwerpunkt der kommenden EU-Förderperiode. „Mit der Förderung des neuen Clusters Tourismus hat die Landesregierung auf diese Entwicklung reagiert. Das Cluster bietet den touristischen Unternehmen und Institutionen Unterstützung, sich mit anderen Wirtschaftsbereichen zu vernetzen. Auch die Kommunikation mit der Wissenschaft ermöglicht der innovativen Tourismus-Branche neuartige Weiterentwicklungen“, erklärte der Minister. „Durch den Einzug moderner Technologien in die Branche bieten F&E-Projekte hervorragende Kooperationsmöglichkeiten, gleiches gilt für Projekte zur Umsetzung von Energieeffizienzkonzepten in kleinen und mittleren Unternehmen. Ziel ist in jedem Fall, durch Nachhaltigkeit und Innovation die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhöhen.“
Positiv wurde von den Gutachtern zudem die länderübergreifende Zusammenarbeit erwähnt, so z.B. im Lausitzer Seenland oder in Vorbereitung der BUGA 2015. Hilfestellungen an die Branche für immer komplexer werdende Anforderungen auch flächendeckend zu kommunizieren, ist eine der größten Herausforderungen für die touristischen Verbände und Organisationen. Hier loben die Gutachter die Arbeit der Netzwerke, die sich als Umsetzungsinstrument bewährt haben. Beispielgebend ist hier das Netzwerk „Aktiv in der Natur“, in dem Unternehmer und Regionen auch nach Auslaufen der öffentlichen Förderung ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in den Themen Rad- und Wassertourismus sowie Wandern fortsetzen wollen.
Brandenburgs touristische Bilanz 2012
Mit fast 4,2 Millionen Gästen und nahezu 11,5 Millionen Übernachtungen ist dem Brandenburg-Tourismus 2012 ein neues Rekordergebnis gelungen. Bei den Gästeankünften erzielte Brandenburg 2012 ein Plus von 3,1 Prozent, bei den Übernachtungen ein Plus von 4,0 Prozent. Zudem erhöhte sich die Aufenthaltsdauer auf 2,8 Tage. Das Rekordergebnis ging einher mit einer Steigerung des Umsatzes im Gastgewerbe um 1,1 Prozent. Besonders erfreulich sei dies vor dem Hintergrund, dass der Tourismus der Wirtschaftsfaktor ist, der „erfolgreich in die Fläche Brandenburgs vordringt“, sagte Christoffers.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
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