„Mercedes Benz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der traditionsreiche Automobil-Standort Ludwigsfelde in den vergangenen zwei Jahrzehnten gut entwickelt hat und sich im nationalen und internationalen Standortwettbewerb erfolgreich behauptet.“ Das erklärte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers anlässlich der Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen von Mercedes-Benz am Standort Ludwigsfelde. Genau heute vor 20 Jahren lief das erste Mercedes-Nutzfahrzeug vom Bautyp „T2“ von den Ludwigsfelder Montagebändern.
Für das Engagement am Standort sprach der Minister dem Unternehmen seine Anerkennung aus. Die Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH stehe beispielhaft für die lange Tradition der Hauptstadtregion im Bereich „Automotive“. Auch warf er einen Blick zurück auf die Krise, die die Automobilbranche 2009 bundesweit mit einem Umsatzrückgang von bis zu 30 Prozent zu spüren bekam. Christoffers dankte der Geschäftsführung und der Belegschaft der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH, „die in dieser schwierigen Zeit über die Kurzarbeiter-Regelung zusammengehalten haben“.
Von der Krise abgesehen, habe sich die Automobil- und Zulieferbranche in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Bereiche der brandenburgischen Wirtschaft entwickelt. „Mehr als 200 Unternehmen der Branche mit rund 20.000 Beschäftigten sowie zahlreiche Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sind heute in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg tätig, davon allein 130 Unternehmen in Brandenburg“, hob Minister Christoffers hervor.
Gleichwohl dürfe nicht übersehen werden, dass sich die Branche in einem tief greifenden technologischen und strukturellen Wandel befinde. Diesen sollte die Branche als Chance begreifen: „Für Produzenten und Zulieferer bietet der Wandel eine enorme Wachstumschance, wenn sich die Unternehmen mit innovativen Technologien und Produkten – insbesondere im Bereich Elektronik und Mechatronik – am Markt positionieren und profilieren. Nur wer innovativ ist und schon heute an die Zukunft denkt, wird auch künftig bestehen können.“
Die Politik der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg unterstütze die Automobilindustrie und deren Zulieferer bei der Bewältigung der neuen Aufgaben und Herausforderungen, sagte Christoffers weiter. Es werde beispielsweise Hilfestellung bei der Forschung und Entwicklung innovativer Produkt- und Produktionsverfahren, beim Wissenstransfer in die Wirtschaft sowie dem Ausbau von Netzwerken und Verbünden angeboten.
Zur Tradition des Standortes Ludwigsfelde:
Beginnend mit der Errichtung der Daimler-Benz Motoren GmbH Genshagen in den Jahren 1935/1936, war der Standort zu DDR-Zeiten geprägt durch die Produktion des W 50 und dessen Nachfolgers L 60. Im Januar 1994 übernahm die Daimler Benz AG das ehemalige IFA-Fahrzeugwerk. Seit Juni 2006 werden die offenen Baumuster des Sprinters in Ludwigsfelde produziert. Auch das Pritschenfahrgestell für den VW Crafter – einem Gemeinschaftsprojekt von Daimler und VW Nutzfahrzeuge – wird in Ludwigsfelde hergestellt.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
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