Mittwoch, 23.08.2017
*

Heiter

16 °C
Süd-Südost 1.9 km/h

Jetzt aktiv Mitmachen!

Brandenburg Sonntag, 29 Mai 2016 15:00 |  von Redaktion

Der Dreifach-Spagat, der krank macht

Der Dreifach-Spagat, der krank macht Foto: Mutter-Kind-Hilfswerk e.V.
Wenn Eltern von Alltagssorgen überrollt werden, hilft eine gezielte Kurmaßnahme

Familie, Beruf und Haushalt – dieser Spagat ist nur schwer zu schaffen. Die Anforderungen des Alltags ständig perfekt meistern zu wollen, damit setzen sich Mütter oder Väter selbst so sehr unter Druck, dass psychische und physische Überforderung vorprogrammiert ist. Früher oder später hat das negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Insbesondere, wenn noch weitere Belastungen hinzukommen wie finanzielle Nöte, Probleme in der Partnerschaft oder die Pflege von Familienangehörigen. Viele Mütter oder betroffene Väter übergehen aus falsch verstandenem Pflichtgefühl den Punkt, an dem ihnen schlicht alles zu viel wird. Die Folgen sind fatal: körperliche Beschwerden, Krankheit, psychische Probleme. In dieser Situation sollte man sich selbst eingestehen: „Hilfe, ich kann nicht mehr!”

Krankenkassen bezahlen Mutter/Vater & Kind-Kuren

Eine Mutter/Vater & Kind-Kur bietet in solchen Fällen als medizinische Präventions- oder Rehabilitationsmaßnahme professionelle Hilfe. Denn seit 2007 gehören Mutter/Vater & Kind-Kuren zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Voraussetzung: ein Attest durch den Haus-, Fach- oder Kinderarzt, das die Maßnahme bei bestimmten körperlichen und psychischen Indikationen der Mutter begründet. Erschöpfungszustände, aus denen sich das Burnout entwickeln kann, Angstzustände, Schlafstörungen, aber auch Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden sind die häufigsten Gesundheitsstörungen.

Kinder dürfen zur Kur, wenn der Arzt eine Behandlung für nötig hält oder die Trennung vom Elternteil unzumutbar ist. Krankenkassen und Beratungsstellen wie zum Beispiel das Mutter-Kind-Hilfswerk e.V. helfen bei der Antragstellung.

Die richtige Klinik-Wahl entscheidet den Therapieerfolg

In der Regel dauert eine Mutter/Vater & Kind-Kur drei Wochen. Während des Kuraufenthalts werden die Kinder in der Klinik pädagogisch betreut. Wichtig ist stets: Wie finde ich die richtige Klinik? Auch hierbei helfen Krankenkassen und Beratungsstellen. Die geeignete Klinik ist abhängig von den Indikationen (Krankheitsbildern), aufgrund derer die Kur beantragt wird. Die Therapieangebote der Klinik müssen diesen Indikationen entsprechen. Viele Mutter/Vater & Kind-Kliniken bieten darüber hinaus spezielle Schwerpunktkuren zu bestimmten Krankheitsverläufen und besonderen Lebensumständen an, deren medizinisch-psychologisches Kurprogramm ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten ist.

Neue Motivation für das Leben gewinnen

Diese Fachkliniken bauen auf ein ganzheitliches Behandlungskonzept, dessen vielseitige Maßnahmen Körper, Geist und Seele gleichermaßen umfassen. Dabei arbeitet ein Team aus Fachärzten, Diplompsychologen, Sport- und Physiotherapeuten, Diätassistenten, Sozialpädagogen, Erzieher und Pflegepersonal Hand in Hand zusammen. Das garantiert den Patienten den größtmöglichen Kurerfolg – und zwar nachhaltig und langfristig: Sie kehren gestärkt und neu motiviert in den Alltag zurück.

Deshalb gilt: Betroffene sollten keine Scheu haben, die professionelle Hilfe einer Mutter/Vater & Kind-Kur zu beantragen!

Infos und Antragsformulare zum Download: www.mutter-kind-hilfswerk.de Kostenlose telefonische Beratung: 0800 2255100.

 

 
 
 
Quelle & Foto: Mutter-Kind-Hilfswerk e.V.
Bewertung:
(0 Stimmen)

Kommentare

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten