Neuhausen/Spree Dienstag, 07 April 2020 von Redaktion / Presseinfo

Tierschutzligadorf Neuhausen stößt an Grenzen. Bitte um Unterstützung

Knapp 100 Hunde, rund 300 Katzen und viele kleinere Tiere leben derzeit im Tierschutzligadorf in Neuhausen/Spree. Allerdings stoßen auch die Tierfreunde vor Ort wegen der Corona-Krise an ihre Grenzen. Ehrenamtliche Helfer dürfen derzeit keine Gassirunden drehen, potenzielle Herrchen und Frauchen nicht auf das Gelände. Finanzielle Einbußen, Mehrarbeit für die rund 20 Tierpflegekräfte und sechs Azubis sowie knapper werdende Futtermittel sind die Folge. Deshalb bitte das Tierschutzligadorf dringend um Unterstützung und Spenden.

Wir waren kurz im Tierschutzligadorf zu Besuch, um über die aktuelle Situation zu sprechen. Zu sehen im Titelvideo

Das Tierschutzligadorf teilte mit:

Zunehmend hapert es im Tierschutzliga-Dorf in Neuhausen an allen Ecken und Enden. Bis vor kurzem war es eine Begegnungsstätte für Tierliebhaber. Jetzt ist es im Notbetrieb. Und die finanziellen Mittel werden knapper und knapper. Derzeit leben im Tierschutzliga-Dorf 95 Hunde und fast 300 Katzen, zudem diverse kleine Heimtiere. „Die ohnehin schon schwierige Situation wird dadurch verschärft, dass wir täglich neue Fund- und Abgabetiere erhalten. Außerdem erwarten wir sehr sorgenvoll die nahende Katzenkinderflut. Wenn die im April über uns hereinbricht, sind wir sehr schnell endgültig am Kapazitätslimit“, sagt Leiterin Dr. Annett Stange. Doch schon jetzt ist die Situation brenzlig genug.

Denn aufgrund des Infektionsschutzes können die ehrenamtlichen Gassigänger nicht mehr aktiv werden – die nun notwendigen Überstunden der Hauptamtlichen müssen aus den täglich schmaler werdenden Mitteln gestemmt werden. Dieses Geld fehlt für Futter und anderes. Außerdem brechen zu allem Überfluss schon seit einiger Zeit die Vermittlungsgebühren weg, weil ein Besuch im Tierheim kein lebenswichtiger Gang ist. „Das ist sehr dramatisch, weil wir sehr viele Anfragende haben. Die müssen wir jetzt alle vertrösten. Und die Tiere, die nach dem Aufpäppeln eigentlich vermittelt werden könnten, finden kein neues Zuhause“, so Dr Annett Stange.

Alle diese Tiere haben weiterhin Hunger. Auch benötigen sie medizinische Versorgung durch Tierärzte. „Einige unserer ‚Sorgenfellchen‘ sollten baldmöglichst operiert werden, damit sie schnell wieder gesund werden. Aber aufgrund der unsicheren Finanzlage wissen wir nicht, ob wir uns das noch leisten können“, bedauert Dr. Annett Stange. Viele kranke Tiere sind außerdem auf Medikamente sowie besondere und daher kostenintensive Ernährung angewiesen. Auch Bauprojekte, die für dieses Jahr geplant waren, liegen wegen der ungewissen finanziellen Zukunft erst einmal auf Eis. Beispielsweise würden Quarantäneausläufe und eine Freiflug-Voliere die Lebensqualität der Tiere erheblich verbessern.

Haustiere als Virusüberträger?

Gute Nachrichten gibt es allerdings auch: Abgaben aufgrund von Corona gab es bisher nicht. Und anfragende besorgte Katzenhalter können beruhigt werden: Die Tiere dürfen ruhig nach draußen gelassen werden. Denn das Virus sowie die Lungenkrankheit Covid-19 sind für Katzen ungefährlich. Auch bringen Katzen das Corona-Virus nicht mit nach Hause.

„Unsere finanziell angespannte Situation ist beispiellos und erscheint ausweglos, weil niemand weiß, wie es weitergeht“, so Dr. Annett Stange. Deshalb hofft sie für das Tierschutzliga-Dorf auf unterstützende Tierliebhaber. Denn derzeit ist nur eins sicher: Die Kosten laufen weiter. Und sind höher denn je. Wer helfen möchte, überweise bitte auf dieses Spendenkonto der Tierschutzliga Stiftung Tier und Natur mit dem Verwendungszweck „Coronakrise":

Spendenkonto

Konto 9838503 BLZ 70020500

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN DE83 7002 0500 0009 8385 03

BIC BFSWDE33MUE

 

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Red. / Presseinfo

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