Landkreis
Bloischdorf Freitag, 31 August 2012 von Benjamin Andriske

Energie aus Pflanzen - Fachkräftetreffen in der Museumsscheune in Bloischdorf

Energie aus Pflanzen - Fachkräftetreffen in der Museumsscheune in Bloischdorf

Zum 8. Brandenburger Energieholztag hat sich am 30. August 2012, das Fachpublikum im Bereich Heizen mit Holz in der rustikalen Museumsscheune in Bloischdorf zusammen gefunden. Ziel des alljährlichen Treffens ist ein Austausch zwischen der Wissenschaft und Praxis. Der Schwerpunkt in diesem Jahr lag auf der regionalen Wertschöpfung – vom Anbau der Stecklinge zur Forschung und Entwicklung bis zur Verarbeitung des Rohstoffs und der Energieerzeugung soll die Lieferkette am Standort abgedeckt werden.
Harald Altekrüger, Landrat Spree-Neiße, begrüßte die rund 65 Teilnehmer mit den Worten, es sei wichtig über den Tellerrand hinaus zu gucken, und verwies dabei auf die Partnerschaft der Energieregion Lausitz mit dem Märkisch-Oderland. Sabine Blossey, Mitarbeiterin im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburgs, führte die Gäste fachkundig durch das Programm.
Und die erfuhren einiges: über Kurzumtriebsplantagen (KUP), Agroforstsystemen, KUP-Wärme-Contracting und Wärme aus einheimischer Biomasse. Dazu hielten Referenten vom Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU Cottbus, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Forstdienstleister Dr. Falk Brune und Vattenfall als Partner der Landwirtschaft spannende Vorträge. Auch die Partnerregion der Energieregion Lausitz, die Bioenergieregion Märkisch-Oderland, war vertreten und stellte ihr Qualitätssiegel „Märkischer Holzweg“ vor. Ein Siegel, welches regionale Unternehmen mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen, die regelmäßig an Schulungen zum Heizen mit Holz teilnehmen, auszeichnet.
Eine ausgelassene Kremserfahrt zu den Flächen der Agrarland GmbH Felixsee rundete die Veranstaltung ab. Auf rund 30 Hektar Fläche werden hier schnell wachsende Pappel, Weiden und Robinien als Energieholz hoch gezogen, alle zwei bis fünf Jahre geerntet und anschließend als Hackschnitzel an unterschiedliche Anbieter in der Region verkauft.
Foto: Herr Altekrüger nach seiner Begrüßungsrede mit Herrn Schwarz vom Landschaftspflegeverband Spree-Neiße e.V., Energieregion Lausitz

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