Landkreis Inzidenz
Spree-Neiße Mittwoch, 09 Januar 2013 von Helmut Fleischhauer

Geht es nur noch um 'billig'? - Die Crux der Rettungsdienstvergabe - Aufruf zur Solidarität

Geht es nur noch um 'billig'? - Die Crux der Rettungsdienstvergabe - Aufruf zur Solidarität

Bis vor einiger Zeit konnten sich die Bürger auf den Notruf verlassen wenn es einmal gesundheitliche Problem gab. Auch heute können sie das noch.
Obwohl es ja eine europaweite Ausschreibung auch im Landkreis Spree-Neiße gab und der Preiswerteste gewann, oder auch der Billigste.
Und wer zahlt die Ersparnis? Wer zahlt die Zeche?
Die Rettungssanitäter, die Notärzte haben heute ein Problem. Gleiche Arbeit wie vorher aber weitaus weniger Verdienst. Irgendjemand muss ja schließlich die Zeche zahlen. Die Leute aus dem Gesundheitsbereich kann man ja immer wieder mit der Ehre locken. Kein Rettungsanitäter und kein Notarzt würde jemals wegen Geld einen Notfallpatienten nicht versorgen. Eine Frage der Ehre, eine Frage des hippokratischen Eides.
Und diese Ehre wird schamlos zur Kosteneinsparung missbraucht? Schändlich.
Ich möchte an die erste Meldung des Kreises Spree-Neiße vom 04.07.2012 erinnern. War nur eine Bekanntmachung.
Vertrag zur Erbringung der Leistungen für den Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße unterzeichnet
In der nächsten Meldung vom 13.09.2012 stand "Alle DRK-Beschäftigten werden dadurch im Zuge eines Betriebsübergangs zu den bestehenden Konditionen übernommen."
Falck Rettungsdienst GmbH informierte DRK-Mitarbeiter über bevorstehenden Wechsel
Am 10.12.2012 zog sich der Kreis dezent aus der Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück.
Zitat:"Auf Tarifverhandlungen und deren Ergebnisse hat der Landkreis keinen Einfluss. "
Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nun eine online-Petition gestartet und Klartext gesprochen. Ein Hilferuf.
Online Petition Rettungsdienst (WIR BITTEN UM UNTERSTÜTZUNG) Danke
Wenn es uns eines Tages so richtig kritisch schlecht geht, sind wir auf den Rettungsdienst angewiesen. Die dort arbeitenden Rettungskräfte, Schwestern und Notärzte arbeiten in einem 24-Stunden-Dienst. Sie müssen gerecht entlohnt werden und verdienen die Unterstützung einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers.
Ehrenamtliche werden ausgezeichnet und hochgelobt ... aber der Rettungsdienst ist harte Arbeit, der ehrlich honoriert werden muss.
Es ist einfach nicht richtig, alles, was unsere Gesellschaft unbedingt benötigt auf Minijobs, befristete Arbeitsvertäge, Hungerlöhne oder Eheneamtliche zu verschieben.
Die Politik hat da eine Verantwortung gegenüber den Bürgern.
Siehe auch: Kolumne :: Willis Gedanken
Foto © Rettungssani
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