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Senftenberg Dienstag, 07 September 2021 von Redaktion

Neue Bühne Senftenberg "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber"

Neue Bühne Senftenberg "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber"

Ihr Verstand war hellwach, ihre Pointen scharf, ihr Urteil gefürchtet: In den „Roaring Twenties“, den 1920er Jahren, war sie die Königin von New York. Sie, das war die Autorin Dorothy Parker. Sie kannte sich aus in ihrem New York: in dem schäbigen, sehnsüchtigen, tapferen der unteren Klasse genauso wie im glänzenden der Reichen. Die „Roaring Twenties“ in New York, das war die Zeit, in der am Broadway allein im Jahr 1924 der Vorhang für über 256 Premieren aufging. In der Frauen in taillenlosen Flatterkleidern mit nabeltiefem Ausschnitt und mit kurzen Bob-Frisuren rauchten und tranken, während sie die Nächte durchtanzten. Es war aber auch die Zeit, in der neue Arten zu dichten, eine interessante Kurzgeschichte oder ein amüsantes Broadway-Stück zu schreiben, im Fokus der Gesellschaft standen. Denn der*die kultivierte New Yorker*in lebte von Schlagzeilen, schwärmte von exzentrischen Autor*innen und badete in Kritiken aus der Theaterwelt.

 

Die Königin der Verrisse war Dorothy Parker. Sie stritt mit Ernest Hemingway, schlief mit F. Scott Fitzgerald und soff mit Truman Capote. Ihre Kurzgeschichte gehören zum Besten, was Amerikas Literatur zu bieten hatte. Ernest Hemingway war stolz darauf, als seine Kurzgeschichten an Dorothy Parkers Big Blonde gemessen wurden. Dorothy verkörperte in einer weiblichen Pionierrolle ein zeitgenössisches Wunschbild – frech, geistreich, kompromisslos und scharfzüngig. Diese ungewöhnliche Frau erzählt in diesem Monolog von ihrer aufregenden Zeit als Theaterkritikerin in New York und von wilden Partynächten, von Begegnungen mit den bedeutendsten Künstler*innen ihrer Zeit. Sie erzählt von ihrem Mut, ihrer Einsamkeit, ihrer Liebe, aber auch von ihrer Verachtung für die Emporkömmlinge und von Rauschzuständen.

Sa 11.9.2021 19.30 Uhr, So 12.9.2021 19.00 Uhr
Ein komödiantischer Monolog über ein wildes Leben in den „Roaring Twenties“ von Alice Asper
Rangfoyer
 

pm/red

Foto: Steffen Rasche

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