Mit dem „Concept 1865“ der BASF trifft im Senftenberger Schloss das Fahrrad der Zukunft auf „betagte“ Zweiräder aus den Kindertagen des Radelns
In der letzten Ausstellungswoche erwartet die Besucher in der Senftenberger Schloss- und Festungsanlage ein ganz besonderer Höhepunkt. Ein hochmodernes Zweirad, nämlich das „Concept 1865“ der BASF wird die historischen Fahrräder der Sonderausstellung „Laufrad. Hochrad. Rennrad – 200 Jahre Kulturgeschichte auf 2 Rädern“ ergänzen.
Mit dem Concept 1865 reist die BASF 150 Jahre zurück in das eigene Gründungsjahr 1865 und damit in eine Zeit, in der die hölzerne Laufmaschine des Karl Drais erstmals Pedale erhielt und mit dem Veloziped die weltumspannende Erfolgsgeschichte des Fahrrads begann. Anlässlich des Firmenjubiläums kommt das gemeinsam von der BASF mit dem Designstudio DING3000 entwickelte, hochmoderne Fahrrad in die Lausitz. Nach einem ersten Auftritt beim Tag der offenen Tür in Schwarzheide am vergangenen Samstag, 19.09. wird es eine ganze Woche, vom Dienstag, 22.09. bis zum Ende der aktuellen Sonderausstellung am Sonntag, 27.09. in der Senftenberger Schloss- und Festungsanlage zu sehen sein. Hier können Fahrradfreunde das modere Hightech E-Bike, direkt mit seinen Vorgängern vergleichen und werden auch so manche Parallele mit den frühesten Fahrrädern finden.
So futuristisch das Concept 1865 erscheinen mag, so klar folgt es doch den Entwicklungslinien der Technikgeschichte des Fahrrades. Wo sich der Mensch nur mit Hilfe seiner eigenen Muskelkraft fortbewegen muss, sind Leichtbau und Leichtlauf die ersten Gebote des Konstrukteurs. Der entscheidende Unterschied zwischen den Hightech-Erzeugnissen des Jahres 1865 und 2015 liegt im Material. Insgesamt sind 24 innovative Werkstoffe der BASF an dem modernen E-Bike zum Einsatz gekommen. Die Konstruktion lehnt sich an das Vorbild historischer Tretkurbelräder, sogenannter Velozipeden an, die ohne Kette, Zahnrad oder Rücktritt auskommen. Sie werden über ein Pedal direkt am Vorderrad bewegt. Das deutlich größere Vorderrad erlaubte ein besseres Übersetzungsverhältnis, das die Muskelkraft des Fahrers effektiv nutzt. Hier versteckt sich noch eine Gemeinsamkeit des modernen Rades mit seinem historischen Vorbild: Die Kombination aus kleinem Hinterrad, großem Vorderrad und Tretkurbel verlangt dem Fahrer besonderes Geschick ab. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es im Internet unter www.museums-entdecker.de
Bild: Concept 1865
Foto: BASF
Quelle: Landkreis Oberspreewald-Lausitz




