Schwarzheide Samstag, 11 Januar 2020 von Redaktion

Vorbereitungen für Batterieteilefabrik? Baumfällungen bei BASF Schwarzheide

Vorbereitungen für Batterieteilefabrik? Baumfällungen bei BASF Schwarzheide

In Schwarzheide am Standort der BASF werden seit Montag Bäume gefällt. "In Vorbereitung von Infrastrukturmaßnahmen und zukünftigen Investitionen der BASF Schwarzheide GmbH" heißt es offiziell vom Unternehmen. Welche künftigen Investitionen gemeint sind, wurde auch auf Nachfrage nicht gesagt. Zuletzt gab es Spekulationen, dass eine Kathodenfabrik für Batteriezellen am Standort entstehen soll, das Unternehmen dementierte die Aussage nicht, sagte aber eine Entscheidung fällt im Konzern erst 2020. Bis zum 29.02.2020 sollen die Baumarbeiten andauern. Die betroffene Fläche wird von der Naundorfer Straße und dem Verarbeitungs- und Industriezentrum (VIZ) sowie vom Heide Center und der Alten Flur begrenzt. Der Eichenbestand entlang der Alten Flur ist von der Maßnahme nicht betroffen und bleibt erhalten. Das Areal, das zum Betriebsgelände der BASF gehört, wird nach der Rodung in einem weiteren Schritt eingezäunt und damit vor unbefugtem Zutritt geschützt.

Investitionen werden am BASF Standort in Schwarzheide auch jetzt schon vorangetrieben. Am 29.05.2019 erfolgte der Spatenstich zur Modernisierung des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) . Mit der Investition in Höhe von 73 Millionen Euro wird die Energieerzeugung am Lausitzer Produktionsstandort wesentlich effizienter und umweltverträglicher. Zugleich werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, dass der Standort zukünftig bei der Wertschöpfung verstärkt auf erneuerbare Energien zurückgreifen kann. Bereits Ende 2019 gab es erste Spekulationen über die Ansiedlung einer Kathodenfabrik für Batteriezellfertigung in Schwarzheide. Die Konzernzentrale in Ludwigshafen bestätigte die Meldungen nicht, verneinte aber auch nicht grundlegend.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach blieb auf dem Neujahrsempfang der Handwerkskammer Cottbus am 06.01.2020 auch vage, dementierte die Frage nach der Kathodenfabrik aber ebenfalls nicht. Er sprach von einer Magnetwirkung, seitdem die TESLA-Entscheidung für Grünheide (Landkreis Oder-Spree) gefallen ist.

Einen Tag später wurde der parlamentarische Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministers Christian Hirte, der in Vertretung für Peter Altmaier am Mittwoch, den 07.01.2020 auf dem Neujahrsempfang der Stadt Cottbus eine Rede hielt deutlicher, ohne ein klares Ja auszusprechen. Auch ihn befragten wir zur möglichen Ansiedlung in Schwarzheide. Er sprach von einem großen deutschen Konzern, der in nächster Zeit eine Kathodenfertigung in der Region aufbauen wird.

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