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Lauchhammer Mittwoch, 13 Juni 2018 von Redaktion

Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz der Polizei in Lauchhammer

Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz der Polizei in Lauchhammer

Nach dem Schusswaffeneinsatz der Polizei in einer Asylunterkunft in Lauchhammer kommen die Ermittlungen voran. Der 24-jährige Tatverdächtige musste im Krankenhaus fixiert werden, weil er sich weiterhin aggressiv verhielt. Zudem soll er vor dem Polizeieinsatz bereits mit einer Astschere elektrische Leitungen durchtrennt und einen Wachmann damit geschlagen und verletzt haben. In einer ersten Vernehmung gab der Mann an, vorher Drogen konsumiert zu haben. Bisher gibt es keine Zweifel, dass die Schusswaffe des Polizisten rechtmäßig eingesetzt wurde (wie berichtet).

Dazu teilte das Potsdamer Poliziepräsidium heute mit:

Am gestrigen Nachmittag kam es zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gegen einen 24-jährigen Bewohner der Asylbewerberunterkunft in Lauchhammer aus dem Tschad. Der 24-jährige Beschuldigte wurde daraufhin in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht und medizinisch versorgt. Im Krankenhaus verhielt sich die Person weiterhin derart aggressiv, dass eine Bewachung des Mannes durch die Polizei und letztlich auch eine Fixierung am Bett zum Schutz des Krankhauspersonals erforderlich war.

Bereits kurz vor dem polizeilichen Einsatz in der Asylbewerberunterkunft hatte der 24-jährige Tatverdächtige mit einer Astschere elektrische Leitungen in der Unterkunft durchtrennt. Einen daraufhin einschreitenden Wachmann schlug er mit der Astschere so schwer, dass dieser in einem Krankenhaus ärztlich behandelt werden musste. Der Wachmann konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den 24-Jährigen unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. In seiner Beschuldigtenvernehmung ließ er sich teilgeständig ein und gab an, im Vorfeld der Taten Betäubungsmittel zu sich genommen zu haben. Nach ersten kriminalpolizeilichen Erkenntnissen gibt es bisher keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schusswaffenanwendung.

red/pm

 

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