Niederlausitz Montag, 24 Februar 2020 von Redaktion

Umgestürzte Bäume, abgerissene Schilder. Lausitzer Sturmbilanz nach Yulia

Umgestürzte Bäume, abgerissene Schilder. Lausitzer Sturmbilanz nach Yulia

Sturmtief Yulia fegte Sonntagabend auch über die Lausitz hinweg und sorgte für zahlreiche Einsätze bei den Feuerwehren der Landkreise Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus. In Lübbenau war durch den Sturm die Leuchtreklame des Einkaufszentrums "Kolloseum" teilweise abgerissen und auf die Straße gestürzt, auch ein Verkehrsschild wurde beschädigt. In Cottbus stürzten Bäume auf Häuser und parkende Autos, zwischen Graustein und Spremberg sowie zwischen Lamsfeld und Goyatz kam es zu Autounfällen mit auf der Straße liegenden Bäumen.

Die Feuerwehren der Region waren von Sonntagnachmittag an bis in die Nacht zum Montag knapp 100 Mal wegen Sturm Yulia im Einsatz. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume, die beseitigt werden mussten. In Drebkau und im Cottbuser Stadtteil Sielow kam es kurzzeitig zu Stromausfällen.

Meldungen mit Bezug zu Sturm Yulia:

Cottbus: Bis nach Mitternacht musste die Wehr zu insgesamt 13 witterungsbedingten Einsätzen ausrücken. So haben umstürzende Bäume und herabfallende Äste und Dachziegel im gesamten Stadtgebiet Häuser und Autos beschädigt sowie kurzzeitig Fahrbahnen blockiert. Verletzte gab es durch die Sturmböen nicht. So stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus in Kahren, zwischen Dissenchen und Merzdorf verursachten umstürzende Bäume einen Unfall mit einem Pkw, in Sandow wurden vier parkende Autos von Bäumen getroffen, in Sielow riss der Sturm eine Stromleitung ab. Weitere Einsätze gab es in Madlow und Schmellwitz.

Sturm Yulia ließ zahlreiche Bäume umkippen. Wie hier in Cottbus

Im Einsatz waren neben 18 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr die Freiwilligen Wehren aus Ströbitz, Schmellwitz, Merzdorf, Kahren, Sielow und Döbbrick mit insgesamt 32 Kräften.

Spremberg: In zwei witterungsbedingte Verkehrsunfälle waren am Sonntagabend ein PKW MAZDA und ein TOYOTA verwickelt. Zwischen Spremberg und Graustein stießen die Fahrzeuge gegen auf der Fahrbahn liegende Bäume. Verletzt wurde niemand. An den weiter fahrtüchtigen Autos entstanden Schäden von mehreren hundert Euro. Die Feuerwehr beräumte die Bäume.

Schwielochsee: Am Sonntagabend wurde der Polizei kurz vor 18:30 Uhr gemeldet, dass auf der Bundesstraße 320 ein PKW zwischen Lamsfeld und Goyatz gegen einen umgestürzten Baum gefahren war. Der betroffene AUDI war mit einem geschätzten Sachschaden von etlichen tausend Euro nicht mehr fahrbereit. Die 49-jährige Fahrerin hatte dabei Verletzungen erlitten, die eine medizinische Versorgung im Krankenhaus erforderten. Das Hindernis wurde durch die Feuerwehr beseitigt, so dass der Verkehr gegen 21:30 Uhr wieder freigegeben werden konnte.

Lübbenau: Sturmtief Yulia sorgte am Sonntagabend in Lübbenau für einen Feuerwehreinsatz und eine Straßensperrung. Böen hatten Teile der Leuchtreklame des Einkaufszentrums "Kolloseum" in der Otto-Grotewohl-Straße abgerissen. Die Polizei sperrte den Gefahrenbereich zwischen Beethovenstraße und Geschwister-Scholl-Straße. Die Feuerwehr demontierte die übrigen Teile des Schriftzuges und verhinderte damit ein weiteres Herunterfallen. Gegen 21:00 Uhr war der Einsatz beendet und die Sperrungen konnten aufgehoben werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Plessa: Gegen 18:30 Uhr am Sonntagabend stieß ein PKW RENAULT zwischen Plessa-Süd und Hirschfeld gegen einen umgestürzten Baum. Der 35-jährige Fahrer wurde dabei verletzt und zur ambulanten medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Beseitigung des Baumes. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wurde auf rund 20.000 Euro geschätzt.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Lübbenau und Stadt Cottbus

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