Niederlausitz Donnerstag, 12 Dezember 2019 von Redaktion

Spreewald zieht Bilanz 2019. Tourismus zieht weiter an

Spreewald zieht Bilanz 2019. Tourismus zieht weiter an

Im November letzten Jahres erhielten die Spreewälder Touristiker*innen die Zertifizierung als erste Qualitätsregion Deutschlands. Auf diesem Erfolg wurde sich allerdings im laufenden Kalenderjahr nicht ausgeruht. Am 12. Dezember 2019 trafen sich die Mitglieder des Tourismusverbandes Spreewald im Tropical Islands zu ihrer jährlichen Konferenz, um Bilanz zu ziehen. Der Spreewald ist eine der beliebtesten Reiseregionen Brandenburgs. Von Januar bis September 2019 kam die Region mit 640.230 Ankünften* gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf ein Plus von 3,5 Prozent. Die Übernachtungen kletterten mit 1.685.749*  auf ein Plus von 5,5 Prozent. Im Ranking der Brandenburger Reisegebiete liegt der Spreewald mit den Ankünften auf Platz 1 und bei den Übernachtungen auf Platz 2. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beläuft sich von Januar bis September auf 2,6 Tage. Bei der Anzahl der Beherbergungsbetriebe (mehr als 10 Betten) verzeichnen die Spreewälder im Vergleich zum Vorjahr Jahr einen leichten Anstieg. Dabei liegt die durchschnittliche Auslastung der Häuser bei über 50 %.

Die Spreewaldzahlen klettern weiterhin nach oben!

Die Entwicklung der Ankünfte und Übernachtungen im Winter von Oktober bis März kann sich ebenfalls sehen lassen, denn hier lässt sich seit 2014 bereits ein kontinuierlicher und stabiler Aufwärtstrend um 37% verzeichnen. „Ein solch hervorragendes Ergebnis ist essentiell für ganzjährige Anstellungsverhältnisse. Seit Jahren arbeiten wir im Rahmen verschiedener Kampagnen gezielt an der zeitlichen Ausdehnung der Reisesaison und somit an der Fachkräftesicherung. Es wurden spezielle Winterangebote entwickelt, wie Kaminkahnfahrten, Winterpaddeln und Wellnessangebote. Diese Angebote erweitern sich zunehmend. Durch die steigenden Besucherzahlen und die ganzjährige Auslastung ist es immer öfter möglich, unsere Fachkräfte nicht nur saisonal, sondern ganzjährig zu beschäftigen. Das ist für die Zukunft unserer Region sehr wichtig“, so Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbandes Spreewald.

Harald Altekrüger, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes ist ebenfalls sichtlich stolz: „Ich freue mich über die positive Entwicklung. Wir können seit Jahren stetig beobachten, dass die Bekanntheit des Spreewaldes in ganz Deutschland und darüber hinaus zunimmt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der internationalen Ankünfte um 13 % und die Übernachtungen um 15 % angestiegen. Dabei hat Dänemark seine Spitzenposition gehalten, dicht gefolgt von Polen und der Niederlande. Insgesamt hat die Tourismusbranche im Spreewald wieder bewiesen, dass der Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Südbrandenburg ist.“

Spreewald & Qualität – Nachhaltigkeit als Jahresthema 2019!

Damit der Spreewald weiterhin erfolgreich der Zukunft entgegen strebt, entwickelten der Tourismusverband Spreewald und seine Partner, abgeleitet von der Landestourismuskonzeption Brandenburg, die Zukunftsstrategie „Spreewald 2030“. Diese enthält Ziele und Maßnahmen für die kontinuierliche attraktive Weiterentwicklung, Vernetzung und Vermarktung der Spreewälder Potenziale als Tourismusregion, um für die Menschen der Region eine verlässliche Zukunft von der Vision in die Tat umzusetzen. 

Gerade aufgrund der steigenden Tourismuszahlen sind die Qualitätssicherung und ein nachhaltiger Umgang mit den sozialen, ökonomischen sowie ökologischen Ressourcen essentiell. Das wichtige Thema der Nachhaltigkeit wurde bereits dieses Jahr in den Betrieben, den Spreewaldorten sowie in der gesamten Region erfolgreich angegangen. Angefangen mit der Klausurtagung der Mitglieder des Tourismusverbandes Spreewald in der Uckermark über die Netzwerkveranstaltung im Oktober diesen Jahres, bei dem es einen Workshop zum Jahresthema der Nachhaltigkeit gab, findet noch bis zum 27. März 2020 die Weiterbildung „Bewusst zu Gast“ statt. Hierbei erlernen die Tourismusakteure Qualitätsmerkmale nachhaltiger Tourismusprodukte sowie die Grundlagen zum Entwickeln und Vermarkten dieser kennen. Außerdem wird momentan ein Maßnahmenkatalog für nachhaltiges Wirtschaften erarbeitet, an dem sich zukünftig die Unternehmen orientieren können. Die Fortsetzung ist für das nächste Jahr geplant.

Hervorragende Erfolge feierten unsere Fördermitglieder die Spreewelten in Lübbenau/Spreewald und das Tropical Islands in Krausnick. Der EWA (European Waterpark Association e.V.) Professional Award ging dieses Jahr an die Spreewelten für den Relaunch ihrer Anlage und die Erweiterung um ein Resort. Das Tropical Island Resort ergatterte sich aufgrund einer hervorragenden Qualität von der WWA (World Waterpark Association) den Executive Board Award.

Vernetzung & Mobilität

Innerhalb des Moro-Projekts (Modellvorhaben Raumordnung, ein Bundesprojekt) „Lebendige Region – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“ wurde das Projekt der SpreewaldCard ins Leben gerufen, wobei der Tourismusverband Spreewald e.V. die koordinierende Aufgabe übernimmt. Mit der SpreewaldCard sollen Übernachtungsgäste zukünftig die Möglichkeit haben, den ÖPNV kostenfrei während ihres gesamten Aufenthalts zu nutzen und sind somit während der Urlaubstage mobil.

Die Idee dahinter erklärt Annette Ernst: „Neben der verbesserten Mobilität spielt natürlich auch hier die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Wir möchten, dass unsere Gäste mit der Bahn anreisen oder vor Ort ihr Auto stehen lassen. Der Schutz der Natur und die Entlastung des Straßenverkehrs steht ganz oben auf der Agenda“. Der Tourismusverband Spreewald arbeitet momentan gemeinsam mit regionalen Partnern aktiv an der Einführung dieses Projekts.

Am Ende der Mitgliederversammlung gab es noch eine Führung durch das Tropical Islands. Erst Anfang des Jahres hatte das tropische Urlaubsresort einen neuen Eigentümer erhalten. Wouter Dekkers ist außerdem seit der Übernahme der neue General Manager des Tropical Islands und stellte die neuen Visionen seines Unternehmens den Mitgliedern des Verbandes vor.

*Quelle: Statistisches Bundesamt; gezählt werden Ankünfte und Übernachtungen bei Anbietern mit mindestens 10 Betten

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