Niederlausitz Dienstag, 24 Juli 2018 von Redaktion

Hundstage heizen die Lausitz auf

Hundstage heizen die Lausitz auf

Es wird heiß in der Lausitz. Pünktlich zum Start der sogenannten Hundstage rollt die Hitzewelle auch über Südbrandenburg. Der Deutsche Wetterdienst warnt bis zum Wochenende teilweise vor starker Wärmebelastung mit Temperaturen über 30 Grad Celsius. Die extreme Trockenheit führt automatisch wieder zu einer hohen Waldbrandgefahr.

Während die Badeseen, Freibäder und Eisläden in Südbrandenburg Hochkonjunktur haben, bringt die anhaltende Hitze auch viele Probleme mit sich. Allgemein gilt natürlich, viel zu trinken und sich entsprechend vor der Sonne zu schützen.

Sich richtig vor der Hitze und Sonne schützen

Wer länger draussen ist, für den ist die richtige Sonnencreme derzeit das A und O. Besonders anfällig in diesen Tagen sind Kinder, Personen mit lichtem Haar und Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen. Wie uns die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Cottbus sagte, kommt es an Stränden besonders oft  zu Fällen mit Sonnenstich durch eine zu lange Sonneneinstrahlung. Speziell Kinder sollten deshalb unbedingt eine Kopfbedeckung tragen. Den Sonnenstich erkennt man unter anderem an einem hochroten und heißen Kopf, Unruhe und Kopfschmerzen, Übelkeit, einem steifen Nacken bis zur Bewusstlosigkeit. Dann gilt, Ruhe bewahren bis die Rettungskräfte eintreffen. Ebenfalls kann es helfen, den Kopf zum Beispiel mit einem feuchten Tuch zu kühlen, ein schattiges Plätzchen aufzusuchen und den Oberkörper erhöht zu lagern.

Wer lange am Strand liegt und prompt den Sprung ins kühle Nass wagen will, sollte ebenfalls vorsichtig sein. Dabei kann es schnell zu Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System kommen. Die DLRG empiehlt deshalb, sich vor dem Sprung zum Beispiel mit nassen Händen die Brust abzukühlen. Das gilt auch für Sonnendurstige auf Booten. Stundenlang an Deck liegen und plötzlich ins Wasser springen, kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Auch ist darauf zu achten, ob Badestellen bewacht werden. An den Seen und Flussabschnitten in Cottbus zum Beispiel gibt es keine bewachte Stelle. Wer dort badet, sollte aufmerksam sein. Besonders Kinder sollten niemals aus den Augen gelassen werden. Die DLRG bitte zudem darum, den Müll selbstständig wegzuräumen. Immer wieder lassen Badegäste, Strandbesucher und auch Angler ihren Müll einfach liegen.

Bereits mehr als 240 Waldbrände in diesem Jahr

Im Landkreis Elbe-Elster giltbereits die höchste Waldbrandgefahrenstufe, in den anderen Kreise sowie in Cottbus gilt die zweithöchste Stufe. Fast täglich geraten in Südbrandenburg aktuell Feld- oder Waldflächen. Die Feuerwehren und Behörden rufen immer wieder dazu auf, in diesen Gebieten besonders vorsichtig zu sein. Autos dürfen nicht im oder am Wald abgestellt werden, auch ist das Rauchen und Wegwerfen von Zigaretten ebenso verboten, wie das Anzünden eines Feuers. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, hat es in diesem Jahr bereits 247 Waldbrände in Brandenburg gegeben. Die durch Waldbrand geschädigte Waldfläche beträgt bereits über 330 Hektar.

Als Feuerstelle gilt auch der glimmende Kohlegrill oder der Gaskocher mit einer offenen Flamme. Die Einschränkungen gelten dabei nicht nur im Wald sondern auch bis zu einer Entfernung von 50 Meter zum Waldrand.

Haustiere

Besitzer von Haustieren sollten stets auf einen gefüllten Wassernapf achten. Auch rät der Tierschutzverein Cottbus Hundebesitzern, nicht in der prallen Mittagshitze Gassi zu gehen. Ebenfalls sollten auch keine nassen Handtücher auf die Tiere gelegt und Hunde nicht der Klimaanlage im Auto ausgesetzt werden. Auf gar keinen Fall sind Hunde allein im Auto zu lassen.

Pflanzen

Nicht nur der Mensch, auch Tiere unf Pflanzen haben in diesen Tagen verstärkt Durst. Einige Gemeinden rufen deshalb auf, Bäume vor der eignenen Haustür zu gießen. In Cottbus sind dazu auch Wassersäcke an bestimmten Bäumen verteilt, die ganz einfach mit Wasser befüllt werden können.

Im Elbe-Elster Kreis führen bereits viele Gewässer nur noch Niedrigwasser, so dass die Entnahme oder Ableitung von Wasser aus oberirdischen Gewässern, wie Gräben, Flüssen oder Teichen nicht mehr zulässig ist.

Getreideausfälle befürchtet

Der Landesbauernverband hatte bereits Anfang des Monats vor teils größeren Ernteausfällen in diesem Jahr gesprochen. Die anhaltende Trockenheit macht vor allem Druschkulturen wie Gerste, Roggen, Weizen und Raps zu schaffen. Stellenweise soll auch der Mais betroffen sein. Schätzungen rechnen mit Ernteausfällen zwischen 20 und 50 Prozent, im Extremfall drohen vereinzelt Totalausfälle.

 

red

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