Seit vielen Jahrzehnten wird in der Lausitz der Energieträger Braunkohle im Tagebaubetrieb abgebaut. Für die Gewinnung des Rohstoffes wurden unzählige Dörfer umgesiedelt , Natur- und Kulturraum für immer zerstört. Noch immer wird die Heimat vieler Lausitzerinnen und Lausitzer durch die wachsenden Tagebaue gefährdet, leiden die Menschen unter den Folgen der Braunkohleverstromung durch den Betrieb von Kraftwerken oder sind durch die Folgeerscheinungen bereits geschlossener Abbaugebiete beeinträchtigt. Doch schon seit einigen Jahren regt sich Widerstand in der Lausitz. Die Menschen wollen nicht tatenlos zusehen, wie ihre Region für eine klimaverändernde und zunehmend unwirtschaftlicher werdende Energieerzeugung herhalten muss.
Mit Unterstützung des moving media e.V. und der Leuphana Universität Lüneburg haben Mitglieder des Videokollektivs „graswurzel.tv“ Lausitzerinnen und Lausitzer mit der Kamera aufgesucht und sie zu den Problemen und individuell erlebten Beeinträchtigungen durch den Braunkohlenabbau und -verstromung befragt. Sie haben Menschen getroffen, die Widerstand leisten und sich zusammentun, um ihre Heimat zu erhalten. Ergebnis der Recherchen, Interviews und Reisen durch die Tagebaugebiete ist eine interaktive Landkarte des Widerstands. Online für jeden verfügbar können die Videos geografisch verortet und aufgerufen werden und können sich nicht nur Menschen aus der Region, sondern aus der ganzen Bundesrepublik über den Braunkohlentagebau in der Lausitz, dessen Folgen und den Widerstand dagegen informieren.
Präsentiert wird die Karte am Freitag, den 19. Juli 2013 um 18 Uhr auf dem Gelände des Klima- und Energiecamps in Proschim von Mitgliedern des Kollektivs. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Karte auf der Internetseite www.braunkohle-tagebau.de online gehen.
Quelle/Fotos: Marco Kühne, graswurzel.tv
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