Wer den Klang eines Harmoniums erleben möchte, ist am Sonntag, dem 7. April, um 16 Uhr, in das Evangelische Gemeindehaus in Schmogrow eingeladen.
Schmogrow-Fehrow. Im Jahr 1842 erhielt Alexandre Debain (1809-1877) in Frankreich das Patent für das von ihm so benannte Harmonium. Wegen seines orgelähnlichen Klanges wurde es schon bald in Kirchen aufgestellt, in denen für eine Orgel der Platz oder das Geld fehlte. Namhafte Komponisten wie Liszt, Dvořák, Rossini, Saint-Saëns, Mahler und Strauss schufen Werke für dieses Instrument und setzten es als Orchesterinstrument ein.
Eine Blüte erlebte das Harmonium um 1900, als der bürgerliche Mittelstand es als Hausinstrument entdeckte. Zu dieser Zeit wurden in der westlichen Welt doppelt so viele Harmonien verkauft wie Klaviere.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Wer den weichen, summenden Klang dieses heute fast vergessenen Instruments erleben möchte, dem bietet sich dieser Tage eine besondere Gelegenheit:
Am Sonntag, dem 7. April, kommt der Harmonist und Harmoniumrestaurator Kantor Matthias Müller aus Rottmersleben bei Magdeburg in den Spreewald. Auf dem Harmonium im Evangelischen Gemeindehaus in Schmogrow wird er Werke europäischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts spielen:
das „Boléro de concert“ von Louis Lefébure-Wély (1817-1869), aus der französischen Harmoniumschule „L’Organiste“ von César Franck (1822-1890), englische Musik von Emma Ashford (1850-1930), spanische Stücke aus „Cantos intimos“ von Eduardo Torres (1872-1934) und Werke des Leipzigers Sigfrid Karg-Elert (1877-1933).
Den Konzertbesuchern wird Matthias Müller zudem von der Geschichte des Harmoniums und aus dem Leben seiner Komponisten erzählen.
Doch in den Tagen zuvor befreit er zunächst das im Jahr 1960 von Bongardt & Herfurth gebaute Harmonium vom Staub vieler Jahrzehnte und restauriert es unter dem Einsatz seiner langjährigen Erfahrungen.
Erst im Dezember hatte Matthias Müller ein altes Harmonium in der Burger Heimatstube restauriert. Bei diesem Konzert sprach Volkmar Allecke ihn auf das Harmonium in Schmogrow an. „Wir fuhren gemeinsam nach Schmogrow und sind uns sofort einig geworden“, erzählt er.
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Foto: Volkmar Allecke
pm/re




