Südlich von Casel bei Drebkau dürfen auf rund 25 Hektar Solarmodule aufgestellt werden. Der Bebauungsplan „Freiflächenphotovoltaikanlage Greifenhain-Süd“ ist in Kraft getreten. Bis dahin hat es allerdings deutlich länger gedauert als geplant.
25 Hektar südlich der Gemarkung Casel
Bekannt gemacht hat es Bürgermeister Paul Köhne im Amtsblatt der Stadt Drebkau/Drjowk. Der räumliche Geltungsbereich umfasst rund 25 Hektar und liegt südlich in der Gemarkung Casel – also nicht in Greifenhain selbst, obwohl der Plan so heißt. Bauleitpläne werden häufig nach der Himmelsrichtung eines Nachbarortes benannt.
Es handelt sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Anders als bei einem normalen Bebauungsplan steht dahinter ein konkreter Investor, der sich vertraglich zur Umsetzung verpflichtet. Welches Unternehmen das ist und welche Leistung die Anlage in Greifenhain-Süd erreichen soll, nennt die Bekanntmachung nicht. Wir haben bei der Stadt nachgefragt.
Anderthalb Jahre bis zur Genehmigung
Der Zeitverlauf ist bemerkenswert. Die Stadtverordnetenversammlung fasste den Satzungsbeschluss bereits am 25. Februar 2025, zugrunde lag eine Planfassung vom Oktober 2024. Die Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde datiert dagegen erst vom 13. August 2026.
Zwischen Beschluss und Genehmigung liegen damit rund anderthalb Jahre. Erteilt wurde sie am Ende ohne Auflagen. Woran die Dauer lag, ist nicht öffentlich dokumentiert; auch danach haben wir gefragt.
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Ein Jahr Zeit für rechtliche Einwände
Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt ist der Plan für Greifenhain-Süd rechtskräftig. Wer meint, dass beim Verfahren etwas schiefgelaufen ist, hat dafür nun ein Jahr Zeit: Verfahrens- und Formfehler sowie Mängel der Abwägung müssen innerhalb dieser Frist schriftlich gegenüber der Stadt geltend gemacht werden, und zwar mit Begründung. Danach werden sie unbeachtlich.
Einsehen kann den Plan jeder im Bau- und Ordnungsamt der Stadtverwaltung, Schloßstraße 9, Zimmer 2.07, während der Dienststunden. Online stehen die Unterlagen im Planungsportal der Stadt und im Beteiligungsportal des Landes Brandenburg.
Ein kleiner Baustein im Drebkauer Umland
Gemessen an anderen Vorhaben der Region ist die Anlage in Greifenhain-Süd überschaubar. Bereits 2022 beschloss die LEAG einen Solarpark mit 140 Megawatt bei Drebkau als Teil ihrer Gigawatt Factory. Die Stadt und ihre Ortsteile gehören damit zu den Kommunen im Lausitzer Revier, in denen auf ehemaligen Bergbau- und Agrarflächen nach und nach Solarstrom erzeugt wird.
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Red. / Presseinformation






