In seiner Stellungnahme zum Kreisentwicklungskonzept Spree-Neisse spricht sich der Umweltverband GRÜNE LIGA vor allem gegen die Ausrichtung des Entwurfes auf neue Braunkohlentagebaue aus. Er fordert die Bürger des Kreises auf, sich ebenfalls mit Stellungnahmen einzubringen.
„Der Landkreis Spree-Neiße ist bundesweit einer der Landkreise mit den größten Kohlendioxidemissionen. Vor diesem Hintergrund stellt es eine Realsatire dar, wenn in einer Aufzählung möglicher Klimaschutzmaßnahmen nicht die Verringerung der Braunkohleverstromung aufgeführt ist.“ heißt es in der Stellungnahme, die dem Landkreis inzwischen vorliegt.
Der bisherige Entwurf der Kreisverwaltung befürwortet die Zerstörung weiterer Teile des Kreisgebietes durch die Tagebaue Welzow-Süd II und Jänschwalde-Nord. Er verschweigt dabei, dass als Folge eines geplanten neuen Kraftwerkes in Jänschwalde auch die Felder Bagenz-Ost und Spremberg-Ost zum Abbau vorgesehen wären. Neben energiepolitischen Forderungen macht die GRÜNE LIGA auch Anmerkungen zur Tourismus- und Verkehrspolitik des Kreises.
Die Kreisentwicklungskonzeption ist nicht direkt verbindlich, soll aber „ein Leitfaden für die räumliche und wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sein“. Bis zum 31. August können Bürger, Kommunen, Vereine und Firmen Stellungnahmen abgeben. Im Herbst soll der Kreistag dann über das Papier entscheiden. Der Link zum KEK-Entwurf, die Stellungnahme der GRÜNEN LIGA sowie die Unterschriftenliste sind im Internet hier veröffentlicht.
Quelle: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus
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