Der Bevölkerungsrückgang in Eisenhüttenstadt macht sich auch in den Kleingärten bemerkbar: Rund 13 Prozent der Parzellen stehen leer. Stadt und Kleingartenverband arbeiten nun gemeinsam an einer Lösung – nicht zukunftsfähige Standorte sollen schrittweise aufgegeben und renaturiert, verbleibende Anlagen gestärkt werden.
Konzept wird fortgeschrieben
Während im Stadtgebiet seit 2002 im Zuge des Stadtumbaus 7.150 leer stehende Wohnungen und mehrere Hundert Garagen zurückgebaut wurden, blieb die Zahl der Kleingärten nahezu konstant. Das Ergebnis ist ein deutlicher Leerstand: Bei rund 3.500 Gärten sind derzeit etwa 460 Parzellen frei. Sie verteilen sich ungleichmäßig auf über 60 Kleingartenvereine. Der Altersdurchschnitt der Kleingärtner liegt bei etwa 60 Jahren – und mit dem prognostizierten weiteren Einwohnerrückgang dürfte sich das Problem verschärfen.
Bereits 2019 reagierte die Stadt mit einem Kleingartenentwicklungskonzept, für dessen Entwurf 2022 umfangreiche Strukturdaten in allen Anlagen erhoben und bewertet wurden. Derzeit wird der Entwurf aktualisiert – unter anderem, weil sich Rahmenbedingungen wie die Hochwasserschutzplanung des Landes Brandenburg verändert haben.
Renaturierung und Stärkung zukunftsfähiger Anlagen
Der Lösungsansatz sieht vor, die hohen Leerstände schwerpunktmäßig und schrittweise zu reduzieren: Nicht zukunftsfähige Standorte sollen aufgegeben und ökologisch aufgewertet, zukunftsfähige Anlagen dagegen gestärkt und weiterentwickelt werden. Dafür arbeitet die Stadt mit dem Verband der Gartenfreunde Eisenhüttenstadt e.V. und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oder-Spree zusammen. Der räumliche Schwerpunkt liegt zunächst bei den Sparten „Buchwald“ und „Am alten Kraftwerk“.
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