Für das „Blaue Wunder“ nahe dem Lausitzring gibt es neue Hoffnung: Der marode Schaufelradbagger auf der Kippe Hörlitz soll zunächst gesichert und erhalten werden. Darauf haben sich die Eigentümerkommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau gemeinsam mit den Denkmalbehörden verständigt. Eine zwischenzeitlich diskutierte Verschrottung ist damit vorerst vom Tisch. Grundlage für das weitere Vorgehen ist ein neues Gutachten, wonach sich das rund 4.000 Tonnen schwere Großgerät mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichern und erhalten lässt. Parallel soll an einer langfristigen Zukunft für das Bergbaurelikt gearbeitet werden.
Neues Gutachten bringt Bewegung in die Bagger-Zukunft
Der als „Blaues Wunder“ bekannte Schaufelradbagger SRs 1500 erinnert an die industrielle und bergbauliche Vergangenheit der Lausitz. Das 1964 errichtete Großgerät gehört nach Angaben der Kommunen zu den größten selbstfahrenden Arbeitsgeräten der Welt. Als erstes Gerät dieser Bauart aus Lauchhammer steht es zugleich für die mehr als 200-jährige Maschinenbautradition der Region.
Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie es mit dem zunehmend verfallenden Bagger weitergehen kann. Durch Rost, Verfall und Vandalismus war zwischenzeitlich auch eine Verschrottung durch die drei Eigentümerkommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau im Gespräch.
Nun haben sich die Kommunen gemeinsam mit den zuständigen Denkmalbehörden auf einen neuen Kurs verständigt. Der Schaufelradbagger soll in einem ersten Schritt gesichert und erhalten werden. Parallel dazu soll eine langfristige Lösung entwickelt werden.
Grundlage dafür ist ein neues Gutachten eines Berliner Sachverständigenbüros. Nach Angaben der Kommunen kommt dieses zu dem Ergebnis, dass sich das Großgerät mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichern und erhalten lässt. Zugleich sehen die Beteiligten durch die aktuellen Entwicklungen im Lausitzer Seenland Möglichkeiten, das Bergbaurelikt künftig mit neuen touristischen Ideen zu verbinden.
Lose Teile sollen zunächst gesichert werden
Schipkaus Bürgermeister Thomas Nützsche hat die Zukunft des Baggers zu einer Priorität gemacht und will die beteiligten Stellen zusammenbringen, um praktikable und umsetzbare Lösungen zu entwickeln.
„Zu den ersten Schritten gehört es, lose Teile zu sichern“, erklärt Nützsche. Darüber hinaus werde geprüft, wie künftig eine sichere Zufahrt zum Schaufelradbagger geschaffen werden kann. Der derzeitige Weg führt nach Angaben der Kommunen durch Sperrgebiet der LMBV.
Aktuell besteht zudem die Gefahr, dass sich Teile des Baggers lösen und herabfallen können. Nützsche appelliert deshalb an Besucher, die bestehende Zaunanlage zu beachten und das Gelände nicht zu betreten.
TeilzeitBewerbung bis 31.10.Hausmeister (m/w/d)SOS-Kinderdorf Lausitz · Forst (Lausitz)Zur Stelle →Alle 282 Stellen in Südbrandenburg →Mit der nun getroffenen Verständigung soll zunächst der Erhalt des „Blauen Wunders“ gesichert werden. Anschließend wollen Senftenberg, Großräschen und Schipkau gemeinsam mit den weiteren Beteiligten an einer dauerhaften Perspektive für das Industriedenkmal arbeiten.
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