Bei der vierten Summerschool der Sana Kliniken Niederlausitz ist das Krankenhaus Lauchhammer drei Tage lang zum Campus geworden. 21 Medizinstudierende und zwei Notfallsanitäter lernten vom 30. September bis 2. Oktober bei elf Experten, wie Akut- und Notfallpatienten versorgt werden.
Summerschool in Lauchhammer mit Praxis an Präparaten
Im Workshop zum Traumamanagement übten die Teilnehmenden an Präparaten, wie eine Thoraxdrainage gelegt wird. Intensivmedizinerin Nele Reuter schaute zu, korrigierte und gab Tipps. Eine solche Drainage brauchen zum Beispiel Patienten, bei denen nach einem Unfall ein Lungenflügel zusammengefallen ist. Was die Studierenden hier in Ruhe üben konnten, ist auf der Intensivstation Alltag. Ein paar Meter weiter stand chirurgisches Nähen auf dem Programm.
Dazu kamen Impulsvorträge zu internistischen, neurologischen, psychiatrischen, pädiatrischen und gynäkologischen Notfällen sowie zu Sepsis, Atemwegsmanagement und Notfallsonographie. Am Freitag folgte ein Kurs zur Wiederbelebung bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, das sogenannte Advanced Life Support.

Erstmals Warteliste für die Summerschool
Das Interesse war in diesem Jahr so groß, dass es erstmals eine Warteliste gab, wie die Sana Kliniken mitteilten. Die Studierenden kamen unter anderem von der Technischen Universität Dresden, der Medizinischen Hochschule Brandenburg und von Universitäten in Leipzig, Marburg und Greifswald. Die beiden Notfallsanitäter gehören zum Rettungsdienst Niederlausitz im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
Eine der Teilnehmerinnen ist Hanna Haas aus Finsterwalde, die ihre Famulaturen bereits in den Sana Kliniken Niederlausitz absolviert hat. „Ich habe mich hier durchgehend gut betreut gefühlt und hatte gleich einen guten Zugang zum Team“, sagt sie. Ihr gefiel vor allem die Mischung aus Theorie und Praxis sowie der Ultraschallkurs. Jonas Petschick, ein Lausitzer, der im ungarischen Pécs studiert und gerade sein Praktisches Jahr in den Sana Kliniken absolviert, schätzt die Möglichkeit, „viele verschiedene Fachbereiche kennenzulernen, in denen Notfälle auftreten“. Notfallsanitäter Niklas Matischok zeigte den Teilnehmenden nach dem Seminar die Rettungswache in Lauchhammer. Am Abend zuvor ging es zum ADAC-Luftrettungsstützpunkt am Rande von Senftenberg.
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Nachwuchs für die Notfallmedizin begeistern
Die wissenschaftliche Leitung der Summerschool hatte erneut Dr. Volkmar Hanisch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie. „Es ist eine sehr dankenswerte Aufgabe, medizinischen Nachwuchs zu begeistern und zu qualifizieren und damit die Versorgung in der Zukunft zu verbessern“, sagt er. Zum Organisationsteam gehören außerdem Thomas Schneider, Leitender Oberarzt der Intensivmedizin, Lehrkoordinatorin Nadine Hoyk und Nele Reuter.
Reuter hofft, dass die Teilnehmenden Begeisterung für die Notfallmedizin mitnehmen. Ihnen solle bewusst sein, dass man auf ein Team angewiesen ist und solche Fälle nicht nur aus dem Lehrbuch lernt, sondern praktisch üben muss. „Das Lernen hört nie auf“, sagt die Intensivmedizinerin.
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Red. / Presseinformation















