Die tschechische Langstreckenschwimmerin Pavla Petrová hat ihr Fünf-Seen-Schwimmen durch das Lausitzer Seenland geschafft. Nach 18,93 Kilometern und 6 Stunden 25 Minuten reiner Schwimmzeit erreichte sie Großräschen.
Start um 6.45 Uhr am Stadthafen Senftenberg
Am 17. September stieg Pavla Petrová am Stadthafen Senftenberg ins Wasser. Vor ihr lagen der Senftenberger See, der Geierswalder See, der Partwitzer See, der Sedlitzer See und zum Schluss der Großräschener See. Die Bedingungen waren gut: Auf allen fünf Seen lag die Wassertemperatur zwischen 18,3 und 18,6 Grad.
Die ersten Kilometer begleiteten sie die Senftenberger Triathleten. Während es auf den ersten drei Seen ruhig blieb, kamen auf dem Sedlitzer und dem Großräschener See Wellen und Gegenwind dazu. Ihr Tempo hielt sie trotzdem.
Das Fünf-Seen-Schwimmen lag vor dem Plan
Gegen 10 Uhr war die Mitte des Partwitzer Sees erreicht, um 12.15 Uhr die Hälfte des Sedlitzer Sees – jeweils deutlich früher als geplant. Um 14.20 Uhr kam sie am Stadtstrand Großräschen an. Für die erfahrene Freiwasserschwimmerin war es die längste Distanz ihrer Laufbahn.
Geholfen hat, dass es an den Verbindungskanälen keine Wartezeiten gab. Die Kanäle wurden nach den Sicherheitsvorgaben per Boot passiert, jeweils zu den regulären Einfahrtszeiten. Für das Fünf-Seen-Schwimmen hätte die Wasserschutzpolizei in Sachsen und Brandenburg sie bei Bedarf gesperrt.

Wasserwacht und Begleitboot sichern die Strecke
Ohne Helfer wäre das nicht gegangen. Auf dem Wasser sicherte zunächst ein Team der Wasserwacht Senftenberg mit drei Einsatzkräften sowie Sicherheitsleiter Hagen Aust von der Wasserwacht Hoyerswerda; ab dem Geierswalder See übernahm die Hoyerswerdaer Wasserwacht mit zwei weiteren Kräften. Dazu kam ein vierköpfiges Team aus Familie und Freunden auf dem Begleitboot.
„Sie ist richtig zügig geschwommen, wie eine Maschine“, sagte Aust. Einer ihrer Begleiter schwamm die letzten Kilometer auf dem Großräschener See mit.
Die Seen verbinden statt sie zu bezwingen
Petrová ging es nach eigenen Worten nicht allein um die sportliche Leistung. „Ich möchte die fünf Seen nicht bezwingen, sondern sie miteinander verbinden“, hatte sie vorab gesagt. Nach dem Zieleinlauf sprach sie von einem Gefühl der Verbundenheit – mit den Menschen, die sie begleitet haben, und mit der Landschaft.
Genau darauf zielt auch der Tourismusverband ab. „Aus ehemaligen Tagebauen ist eine einzigartige Wasserlandschaft entstanden, die Menschen, Orte und Regionen verbindet“, sagt Geschäftsführerin Kathrin Winkler. Das Fünf-Seen-Schwimmen habe die Aufmerksamkeit auf diese Entwicklung gelenkt.
Die fünf Seen sind Restlöcher des Braunkohlebergbaus, geflutet und seit einigen Jahren durch schiffbare Kanäle verbunden. Dass sie sich in einem Stück durchschwimmen lassen, ist das Ergebnis dieser Arbeit – und war vor zwei Jahrzehnten noch nicht möglich.
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Red. / Presseinformation














