Der Landkreis Elbe-Elster sieht sich beim geplanten Zentralklinikum auf einem entscheidenden Schritt vorangekommen. Nach Abschluss des Bürgerdialogs und einer positiven Einschätzung durch das Land Brandenburg seien die Voraussetzungen für eine Förderung aus dem Krankenhaus-Transformationsfonds demnach erfüllt. Beantragt wurde ein Fördervolumen von rund 307 Millionen Euro für die Errichtung eines Zentralklinikums mit etwa 300 Betten, das mit wohnortnahen Gesundheitszentren in Herzberg, Elsterwerda und Finsterwalde verbunden werden soll.
Zentralklinikum Elbe-Elster: Antrag auf Bundesförderung eingereicht
Die Gesundheitsversorgung im Landkreis Elbe-Elster blickt nach Angaben des Landkreises mit Zuversicht in das neue Jahr. Das Konzept für ein neues Zentralklinikum habe sowohl in der Bevölkerung als auch auf Landesebene Zustimmung gefunden. Nach dem Abschluss des Bürgerdialogs im Oktober 2025 und der positiven Bewertung durch das Land Brandenburg sei der Landkreis einen weiteren Schritt auf dem Weg zu Fördermitteln aus dem Krankenhaus-Transformationsfonds vorangekommen.
Landrat Christian Jaschinski erklärte, der Landkreis habe im bisherigen Prozess transparent informiert und die Bevölkerung einbezogen. Nach seinen Angaben habe das Land Brandenburg den Antrag befürwortet, zudem liege die Zustimmung der Krankenkassen vor. Damit seien alle Voraussetzungen erfüllt, um eine Förderung durch den Bund erhalten zu können.
Förderantrag umfasst Neubau mit rund 300 Betten
Der Förderantrag nach § 12b Krankenhausfinanzierungsgesetz wurde fristgerecht durch das Land Brandenburg beim Bundesamt für Soziale Sicherung eingereicht. Gegenstand des Antrags ist der Fördertatbestand 1, der die Errichtung eines Zentralklinikums mit rund 300 Betten vorsieht. Das geplante Klinikum soll die stationäre Versorgung bündeln und gleichzeitig mit wohnortnahen Gesundheitszentren in Herzberg, Elsterwerda und Finsterwalde kombiniert werden.
Das beantragte Fördervolumen beläuft sich laut Landkreis Elbe-Elster auf rund 307 Millionen Euro. Ziel ist es, eine moderne stationäre Versorgung zu schaffen, die strukturell mit bestehenden Standorten im Kreis verbunden ist.
Bürgerdialoge in drei Städten abgeschlossen
Bereits im Herbst 2025 hatten rund 350 Bürgerinnen und Bürger an drei Dialogveranstaltungen in Herzberg, Elsterwerda und Finsterwalde teilgenommen. Dort stellten sich Landrat Christian Jaschinski sowie Michael Winkler, Geschäftsführer der Elbe-Elster Klinikum GmbH, den Fragen der Teilnehmenden. Themen waren unter anderem Finanzierung, Infrastruktur und die künftige medizinische Versorgung im Landkreis.
Nach Angaben des Landrates hätten diese Dialoge dem Landkreis zusätzlichen Rückhalt gegeben. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung hätten demnach Vertrauen geschaffen und die Erwartung unterstrichen, den weiteren Prozess gemeinsam zu gestalten.
Entscheidung des Bundes steht noch aus
Nachdem das Land Brandenburg die Antragsvoraussetzungen umfassend geprüft und das Einvernehmen mit den Krankenkassen hergestellt hat, steht nun noch das abschließende Prüfergebnis des Bundes aus. Sollte der Bund keine formalen Mängel feststellen, folgt nach Angaben des Landkreises die Erstellung eines Gesamtbescheides durch die Bewilligungsstelle des Landes.
Mit dem geplanten Zentralklinikum will der Landkreis Elbe-Elster dem demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel sowie der zukünftigen medizinischen Versorgungsrealität begegnen. Eine Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Lausitz ist dabei vorgesehen.
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