Die Rettungsstelle am Evangelischen Krankenhaus Luckau ist von der Neuausrichtung der Intensivmedizin derzeit nicht betroffen. Das sagte der Beigeordnete Stefan Wichary am Mittwoch im Kreistag Dahme-Spreewald. Welche Folgen der Umbau für Rettungsdienst und Notfallversorgung hat, wird noch geprüft.
Kreistag fragt nach Folgen für das Krankenhaus Luckau
Andrea Schulz (UBL) hatte dazu eine umfangreiche Anfrage gestellt. Wichary konnte nach eigenen Worten nur einen Teil der Fragen beantworten. Demnach hat die Geschäftsführung des Krankenhauses ihn am 23. September per E-Mail informiert, zusammen mit ihrer Pressemitteilung und einem Schreiben an das Gesundheitsministerium. Am 25. September ließ er sich die Entscheidung in einem Gespräch erläutern.
Wichary sprach im Kreistag davon, dass der Träger die intensivmedizinische Versorgung zum 31. Dezember einstellen werde, betroffen seien sechs Behandlungsplätze. Das Krankenhaus selbst hatte im September eine andere Darstellung gegeben: Von sechs Intensivbetten sollten drei Plätze für die Langzeitbeatmung wegfallen, die Überwachungsstation dagegen von vier auf sieben Plätze wachsen, wie NIEDERLAUSITZ aktuell berichtete.
Gespräche über Rettungsdienst in Luckau laufen
Für den Rettungsdienst ist der Landkreis zuständig. Die Abstimmungen dazu laufen laut Wichary, sie hängen aber von Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium ab. Offen sei etwa, welche Patienten nicht mehr nach Luckau gebracht werden können und stattdessen nach Lübben oder in andere Kliniken müssen. Die Gespräche würden im gesamten Versorgungsgebiet geführt, auch mit der Leitstelle.
Zur Größenordnung nannte Wichary eine Zahl: 2025 seien 129 Patienten von außen auf die Intensivstation in Luckau gekommen. Der Großteil der Intensivpatienten stamme dagegen aus anderen Abteilungen des Hauses. Eine Abmeldung der Rettungsstelle sei derzeit in keinem Gespräch. Es gebe keinen Hinweis, dass das Krankenhaus Luckau nicht als Notfallversorger erhalten bleiben könne.
Landkreis plant keine eigene Analyse der Krankenhausreform
Mit der Geschäftsführung des Klinikums Dahme-Spreewald, an dem der Landkreis die Mehrheit hält, stehe das Krankenhaus Luckau bereits im Austausch. Konkrete Auswirkungen könne das Klinikum aber noch nicht nennen. Für die Krankenhausplanung ist das Land zuständig, ein Entwurf liegt laut Wichary noch nicht vor. Eine eigene Gesamtanalyse der Folgen der Krankenhausreform für die Standorte im Kreis ist nicht geplant.
Schulz hielt dagegen, der Landkreis müsse sich als Träger des Rettungsdienstes und Mehrheitseigner früh einbringen. Sie befürchtet, dass ohne Intensivstation über kurz oder lang auch die Rettungsstelle in Luckau nicht mehr bedient werden könnte. Sie bat darum, die offenen Fragen schriftlich zu beantworten. Die Aufzeichnung der Sitzung ist in der Mediathek des Landkreises Dahme-Spreewald abrufbar.
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