An den vergangenen Wochenenden bildete die DLRG Stadtverband Cottbus e.V. zehn neue Sanitäterinnen und Sanitäter aus. Doch wie passt eigentlich Wasserrettung und Sanitätswesen zusammen? „Ganz einfach!“, sagt Steffen Zernick (Technischer Leiter der DLRG Cottbus). „Unsere Kameradinnen und Kameraden retten Menschen aus dem Wasser und müssen diese dann natürlich auch an Land ordentlich behandeln können. Außerdem sind wir bei vielen Veranstaltungen am und im Wasser als sanitätsdienstliche Absicherung vor Ort. Da sind fundierte Kenntnisse im Bereich des Sanitätswesens enorm wichtig.“
Die jungen Kameradinnen und Kameraden lernten während des Lehrgangs unterschiedliche Methoden zur Behandlung zahlreicher Verletzungsmuster kennen. Diese reichten vom Verbinden eines Bruches bis hin zur Intubation und Reanimation einer leblosen Person. Dabei standen sowohl theoretische Grundlagen der menschlichen Anatomie als auch zahlreiche praktische Übungen im Mittelpunkt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs können unsere neuen Sanitäter und Sanitäterinnen noch besser auf unterschiedliche Situationen während der anstehenden Absicherungen oder im Wasserrettungsdienst reagieren.
Die Kameradinnen und Kameraden der DLRG sind ausschließlich ehrenamtlich und unentgeltlich für die Hilfsorganisation tätig. „Es freut uns, dass sich viele unserer jungen Mitglieder für das Ehrenamt stark machen und sich in diesen Bereichen fortbilden.“, stellte Sebastian Münch (Stellvertretender Vorsitzender der DLRG Cottbus) abschließend dar. „Ganz gleich ob als Rettungsschwimmer, Ausbilderin oder in den weiteren Bereichen des Vereins – jedes Mitglied trägt einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Gesamtprojektes DLRG bei. Wir sind sehr stolz, dass sich viele junge Cottbuserinnen und Cottbuser mit den Aufgabenbereichen der DLRG identifizieren.“
Zur Information:
Die Ausbildung zum Sanitäter erfolgt in der DLRG in zwei Schritten:
In einer ersten Ausbildung zum Sanitätshelfer wiederholen und vertiefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Inhalte der Ersten Hilfe. Wichtige Erweiterungen zur Weiterbildung im Hinblick auf den Einsatz im Wasserrettungsdienst und im Rahmen der Katastrophenschutzgesetze stellen u.a. die Einführung der 2-Helfer-Methode in der HLW und der Transport verletzter Personen dar.
Bei der darauf folgenden Ausbildung zum Sanitäter stellen wichtige Aspekte die Durchführung der Intubation, die Vorbereitung von Injektionen und Infusionen und der Umgang mit unterschiedlichen Rettungsgeräten dar.
pm






