Die Eigenproduktion „TOUCH DOWN“ des Piccolo Theater Jugendklubs hat es in die engere Auswahl des Theatertreffens der Jugend 2015, der Berliner Festspiele geschafft. Aus 126 Bewerbungen haben es 20 Gruppen in diese Vorauswahl geschafft. Die Jury des Theatertreffens wählt, neben freien Gruppen und Schultheatergruppen, drei Jugendclubs an Theatern aus. Weiterhin in der engeren Wahl befinden sich unter anderem das Maxim-Gorki-Theater, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspiel Frankfurt/Main, die Schaubühne Berlin, das Theater Lübeck, das Kresch-Theater Krefeld, das Schauspielhaus Düsseldorf und das Staatsschauspiel Dresden.
Der Bundeswettbewerb knüpft an die vielgestaltigen Aktivitäten im Darstellenden Spiel an Theatern, Schulen und in Freizeiteinrichtungen an. Den Theatergruppen sollen mit dem Wettbewerb bundesweite Vergleichsmöglichkeiten und Informationen über das weite Feld des Darstellenden Spiels geboten werden.
Die Geschichte des Wettbewerbs zeigt, dass eine Teilnahme am Theatertreffen in Berlin ein besonderes Ereignis für jede eingeladene Theatergruppe ist.
Im Mittelpunkt des Treffens stehen öffentliche Aufführungen und die Diskussionen darüber. Die Begegnungen und Workshops mit erfahrenen Theaterfachleuten bieten den talentierten Jugendlichen wertvolle Anregungen und Erfahrungen. Die nach jedem Treffen erscheinende Dokumentation, die alle Bewerber erhalten, gibt Interessierten einen Einblick in die kreative Arbeit und bemerkenswerte Leistungen der besten Gruppen.
Aus diesem Grund spielt das Cottbuser Kinder- und Jugendtheater die Produktion noch einmal am 20.03.2015 um 19.00 Uhr am Erich Kästner Platz.
TOUCH DOWN 16+
Eigenproduktion des Piccolo Jugendklubs
Spielleitung: Matthias Heine
Der Piccolo Theater Jugendklub hat sich in der Spielzeit 2013/2014 mit den Themen Rollenbilder und Sexismus auseinandergesetzt und ist im Zuge der Recherchen auf einen Fall aufmerksam geworden, der sich am 11. August 2012 in Steubenville, Ohio, zwischen zwei Jungs und einem Mädchen abgespielt hat.
Die beiden Jungs hatten die betrunkene 16-Jährige an diesem Abend von Party zu Party geschleppt und immer wieder vergewaltigt. Das ganze Geschehen wurde fotografiert, gefilmt und anschließend ins Netz gestellt – was das Aufspüren und Verurteilen der Täter erleichterte. Die 16 und 17 Jahre alten Schüler wurden zu ein bzw. zwei Jahren Gefängnis verurteilt, was man in Steubenville gar nicht gut fand. Schließlich sind die beiden Jungs gute Footballspieler, sozial in der Gemeinde engagiert und gut in der Schule. Also warum verbaut man ihnen ihre ganze Zukunft wegen „dieser Sache“?
Der Piccolo Jugendklub versucht, die Geschichte zu rekonstruieren und beleuchtet Hinweise und Ansätze einer „Vergewaltigungskultur“ in der westlichen Welt, die von eindimensionalen Männer- und Frauenbildern geprägt und gesamtgesellschaftlich produziert und gefördert wird.
Es spielen: Isabel Berki, Lena Schubert, Leander Linz, Clara Fuhrmann, Laura Völkel, Laura Rochor, Dorothea Röger, Konstantin Walter, Maurice Seifert, Nora Wendt, Julien Seifert, Alina Schanz, Anna-Martha Thomas, Mailin Miltz und Florentine Fröde
Fotos: Michael Helbig
Quelle: Piccolo Theater Cottbus











